Stellenausschreibung

Als gesetzliche Interessenvertretung hat die Arbeiterkammer OÖ mehr als 600.000 unselbstständig Beschäftigte als Mitglieder. Neben der Interessenvertretung gegenüber dem Staat und vielen Institutionen bietet sie hochqualitative Dienstleistungen wie Beratung und Vertretung in Fragen zur Bildung, des Arbeits- und Sozialrechtes und des Konsumentenrechtes an.

Zur Verstärkung unseres Teams suchen wir ab September 2020

Lehrlinge für die Berufe:

Hotel- und Gastgewerbeassistentin/Hotel- und Gastgewerbeassistent

Restaurantfachfrau/Restaurantfachmann

Bürokauffrau/Bürokaufmann

Die Lehrlingsentschädigung für das erste Jahr beträgt für die gastronomischen Lehrberufe Euro 760 brutto, für den Lehrberuf Bürokauffrau/Bürokaufmann Euro 726,74 brutto.

Wenn Sie sich mit den Grundsätzen und Zielen der Interessenvertretung der Arbeitnehmer/-innen identifizieren können, freuen wir uns über Ihre schriftliche Bewerbung bis 1.12.2019 an die Personalabteilung der Arbeiterkammer Oberösterreich, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz oder an personal@akooe.at

AK Report berichtet über die Lehrausbildung bei Trumpf

In Oberösterreich ist der Fachkräftemangel in aller Munde. Die Bewerbungen, die in das Ausschreibungsprofil des jeweiligen Unternehmen passen sollen bleiben aus, oder die Personalisten/-innen kommen nur mit Müh und Not sowie umfassenden Marketingaktionen zu ihren Mitarbeitern/-innen und Lehrlingen. Die Jungen wollen nicht so ganz ins Schema passen und generell werden sie von Jahr zu Jahr schwächer, so der Tenor.
Gleichzeitig sind Unternehmen oft verunsichert, wenn sie mit Jugendlichen konfrontiert sind, die etwas mehr Zeit und Begleitung brauchen, damit sie sich gut als Fachkraft entwickeln können. Nicht so der Maschinenbaukapazunder aus Pasching, die Firma Trumpf Maschinen Austria GmbH + Co. KG. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Offenheit und Engagement allen Jugendlichen eine Chance auf eine Berufsausbildung geben kann.
Gerald Ranzinger ist Ausbildungsleiter bei Trumpf, gemeinsam mit der Caritas Oberösterreich kooperiert er im „Projekt Industrie“ mit Wolfgang Hel, der vor Ort für die Lehrlinge da ist. Junge Menschen werden in diesem Projekt dabei begleitet, in einer Teilqualifizierung den Beruf der/s Metalltechniker/-in zu erlernen. Entwickeln sich die jungen Menschen gut, können sie natürlich jederzeit den normalen Lehrabschluss machen.

Im aktuellen AK-Report wurde aus diesem Grund die Lehrausbildung der Firma Trumpf vor den Vorhang geholt.
Artikel über Trumpf, Seite 2
Gesamter AK-Report

Resümee – JugendNetzwerkDialoge Frühjahr 2019

Resümee – JugendNetzwerkDialoge Frühjahr 2019

Resilienzförderung in der Jugendarbeit

Im Rahmen der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ treffen sich regelmäßig soziale Organisationen, Institutionen, Betriebe und Schulen in allen oberösterreichischen Regionen, um ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen bessere Chancen für den Einstieg in die Berufsausbildung zu ermöglichen.

10 Vernetzungstreffen haben im Frühjahr in allen Regionen Oberösterreichs stattgefunden und wurden sehr gut besucht. Über 350 Netzwerkpartner/-innen widmeten sich dem Thema der „Resilienzförderung in der Jugendarbeit“. Die zentrale Fragestellung der JugendNetzwerkDialoge war, welche Aktivitäten Schulen, Betriebe sowie arbeitsmarktpolitische Unterstützungsangebote setzen können, um Jugendliche zu stärken und ihre Resilienz zu erhöhen. Um das Thema Resilienz auch aus der praktischen Perspektive zu beleuchten, gab es Erfahrungsberichte von unseren Netzwerkpartnern/-innen, die konkrete Beispiele aus dem Schul- und Betriebsaltag präsentierten. Der theoretische Input zum Thema Resilienz kam aus der Schulpsychologie der Bildungsdirektion OÖ.

Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen gegenüber belastenden Lebensbedingungen und Entwicklungsrisiken. Aus der wissenschaftlichen Perspektive gesehen gibt es fördernde Faktoren sowie Risikofaktoren. Positive Beziehungen, Erfolgserlebnisse und ein gesundes Stärkenbewusstsein sorgen dafür, Herausforderungen erfolgreicher zu meistern. Risikofaktoren wie Armut, Ausgrenzung oder Entmutigung können die Entwicklungsphase der Kinder erheblich beeinträchtigen.

Resilienz kann man erwerben und stets weiterentwickeln. Sie ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern eine dynamische Anpassungsfähigkeit, die in lebensgeschichtlichen Lernprozessen erworben wird. Deshalb ist es wichtig, dass sich Schulen sowie Unternehmen dessen bewusst sind, dass sie einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, um jungen Menschen auf die Beine zu helfen und sie zu stärken.

Schul- und Betriebsvertreter/-innen betonen, wie wichtig ein intensiver Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist, um sie möglichst individuell begleiten zu können. Für Schulvertreter/-innen liegt der Fokus auf Gesprächs- und Beziehungskultur. Sie legen besonders viel Wert, dass die Kinder und Jugendlichen die Komfortzone verlassen und die Wachstumszone stärken, indem sie Verantwortung übernehmen.

In Betrieben wird Gemeinschaft und Zusammenhalt großgeschrieben. Es werden zahlreiche Aktivitäten und Exkursionen angeboten, um unter anderem Teamgeist und Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken. Außerdem ist es ihnen wichtig, die Stärken der Jugendlichen sichtbar zu machen, ihre Erfolge aufzuzeigen, Lob und Anerkennung auszusprechen.

Forderungen der Arbeiterkammer Oberösterreich

  • Angebote müssen niederschwelliger gestaltet und durch breit gefächerte, zielgruppenorientierte Information bekannter gemacht werden
  • Bewusstsein der Lehrkräfte und Lehrlingsausbildner zum Thema Resilienz durch Qualifizierungsmaßnahmen stärken
  • Sensibilisierung der Lehrkräfte und Lehrlingsausbildner für interkulturelle und kulturspezifische Bedarfe
  • Für Schulen mit besonderem Bedarf müssen die Ressourcen gezielt erhöht werden (Chancen-Index für das österreichische Schulsystem)
  • Kurze Betreuungsangebote sind oft nicht zielführend. Daher müssen längere Begleitung und Betreuung der Jugendlichen ermöglicht werden
  • Engere Vernetzung der Schulen und Betriebe mit sozialen Institutionen
  • Neue innovative Ansätze für mehr Elternarbeit in Schulen, Betrieben und sozialen Einrichtungen

Presseniederschläge:

Gmunden:

Traunsee_News

Salz  TV

Bezirksrundschau Salzkammergut

Innviertel:

Braunau Warte

Mein Bezirk Ried i. I.

Mein Bezirk Schärding

Mühlviertel:

TIPS_Perg

Wels:

TIPS_Wels

Eferding/Grieskirchen:

OÖ Nachrichten

Steyr/Kirchdorf:

E-Steyr

Tips Kirchdorf

Regionalinfo24

 

 

 

 

 

Veranstaltungsrückschau: Tagung „DIGITALISIERUNG UND MEDIENKOMPETENZ in der Musikschule Altheim

 

(Un)Soziale Netzwerke vs. Medienkompetenz – zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung?“ am 15. März 2018

Mehr als 70 Menschen, darunter 20 Teilnehmer/-innen aus oberösterreichischen Produktionsschulen sind der Einladung der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ gefolgt und haben in der Musikschule Altheim das drängende Thema der Medienkompetenz von Jugendlichen diskutiert.

Die Digitalisierung bringt rasante Entwicklungen mit sich, verändert die Kommunikation und das Leben jeder/s Einzelnen. Insbesondere für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bringt die digitale Welt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen mit sich. Jungen Menschen ist ihr Auftritt und Image in den sozialen Netzwerken immer wichtiger. Häufig vergessen sie dabei, dass sich das Internet alles merkt und Fotos aber auch personenbezogene Daten nicht mehr zu löschen sind. Das Preisgeben von persönlichen Daten geht häufig mit einem Missbrauch und Handel mit jenen einher. Umso wichtiger ist eine profunde Medienkompetenz bei Jugendlichen und auch Erwachsenen. Medienkompetenz ist ebenso ein Schlüsselfaktor, wenn es um den Eintritt Jugendlicher in die Arbeitswelt geht. Was aber sind diese „wichtigen Kompetenzen“ und wie kann man sie erwerben? Nur ein Auszug der Fragen die im Rahmen der Tagung von unseren Expertinnen Frau Tanja Jadin, Professorin für E-Learning an der FH OÖ und Frau Regina Edthaler, Koordinatorin von SaferInternet OÖ beantwortet wurden.

2016 besaßen 40 Prozent der drei bis zehn Jährigen ein eigenes Handy, hingegen dies im Jahr 2007 nur bei 15 Prozent der gleichen Altersgruppe der Fall war. Folglich wird jungen Menschen und bereits Kindern automatisch Medienkompetenz zugesprochen. Aber nur selten ist dies wirklich der Fall. „Always on“ wird das Phänomen bezeichnet immer und überall vernetzt und Zugriff auf unterschiedlichste Angebote zu haben. Dies bietet gewiss viele Chancen, birgt aber auch zahlreiche Risiken. Daher ist es umso wichtiger Bewusstsein und Sensibilität zu schaffen, dass man eben nicht allen Informationen Glauben schenken darf und „Fake News“ auf der Tagesordnung stehen. Je älter die Jugendlichen desto öfter haben sie die Erfahrung gemacht, dass jemand falsche oder beleidigende Aussagen im Internet verbreitet. Dies bestätigen laut JIM-Studie (2016) 25 Prozent der 18 bis 19 Jährigen.

Unsere beiden Expertinnen, Tanja Jadin und Regina Edthaler, betonen mehrfach die Wichtigkeit dieses gegenwärtigen Themas und appellieren an alle Eltern, Lehrer, Vertrauenspersonen, Coaches, etc. dass sie sich dafür interessieren wie Jugendliche kommunizieren und vor allem was diese konsumieren, ohne jedoch die Mediennutzung zu bewerten. Schulen müssen zukünftig verstärkt digitale Medienkompetenz, welche Mediennutzung, -gestaltung, -kritik und –kunde beinhaltet, vermitteln – da dies essentiell für individuelle und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit vor allem bei benachteiligten Jugendlichen ist.

Präsentationen

AKOOE_Medienkompetenz_2018

edthaler_safer internet

Die Videos der Vorträge finden Sie hier.

Presseberichte:

„Tips“: TIPS_Schärding vom  04_04_2018

„Rundschau“: Rundschau vom 31_05_2018

 

 

 

 

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