Checkpoint Days bei Homerun, 14.-16. Okt.

CheckPointDays bei HomeRun – Eine Chance auf einen Lehrplatz
14. bis 16. Oktober 2019

Jugendliche und junger Erwachsene mit folgenden Voraussetzungen können sich ab sofort bis 30. 09. 2019 für ein Erstgespräch anmelden:

  • 15 – 23 Jahre
  • Wohnort in Oberösterreich
  • Pflichtschulabschluss
  • Körperliche, intellektuelle, psychische Einschränkung, Sinnes-Behinderung, Lernschwäche, soziale Vermittlungshemnisse (zB: Fremdunterbringung, Familienbegleitung durch Behörden, belastende Lebenssituation,…)

Terminvereinbarung für ein Erstgespräch bei euch oder bei HomeRun unter 07252/41814.

Für Fragen steht HomeRun gerne zur Verfügung.

Nähere Informationen findest du hier.

Resümee – JugendNetzwerkDialoge Frühjahr 2019

Resümee – JugendNetzwerkDialoge Frühjahr 2019

Resilienzförderung in der Jugendarbeit

Im Rahmen der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ treffen sich regelmäßig soziale Organisationen, Institutionen, Betriebe und Schulen in allen oberösterreichischen Regionen, um ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen bessere Chancen für den Einstieg in die Berufsausbildung zu ermöglichen.

10 Vernetzungstreffen haben im Frühjahr in allen Regionen Oberösterreichs stattgefunden und wurden sehr gut besucht. Über 350 Netzwerkpartner/-innen widmeten sich dem Thema der „Resilienzförderung in der Jugendarbeit“. Die zentrale Fragestellung der JugendNetzwerkDialoge war, welche Aktivitäten Schulen, Betriebe sowie arbeitsmarktpolitische Unterstützungsangebote setzen können, um Jugendliche zu stärken und ihre Resilienz zu erhöhen. Um das Thema Resilienz auch aus der praktischen Perspektive zu beleuchten, gab es Erfahrungsberichte von unseren Netzwerkpartnern/-innen, die konkrete Beispiele aus dem Schul- und Betriebsaltag präsentierten. Der theoretische Input zum Thema Resilienz kam aus der Schulpsychologie der Bildungsdirektion OÖ.

Resilienz ist die psychische Widerstandsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen gegenüber belastenden Lebensbedingungen und Entwicklungsrisiken. Aus der wissenschaftlichen Perspektive gesehen gibt es fördernde Faktoren sowie Risikofaktoren. Positive Beziehungen, Erfolgserlebnisse und ein gesundes Stärkenbewusstsein sorgen dafür, Herausforderungen erfolgreicher zu meistern. Risikofaktoren wie Armut, Ausgrenzung oder Entmutigung können die Entwicklungsphase der Kinder erheblich beeinträchtigen.

Resilienz kann man erwerben und stets weiterentwickeln. Sie ist kein angeborenes Persönlichkeitsmerkmal, sondern eine dynamische Anpassungsfähigkeit, die in lebensgeschichtlichen Lernprozessen erworben wird. Deshalb ist es wichtig, dass sich Schulen sowie Unternehmen dessen bewusst sind, dass sie einen wesentlichen Beitrag dazu leisten können, um jungen Menschen auf die Beine zu helfen und sie zu stärken.

Schul- und Betriebsvertreter/-innen betonen, wie wichtig ein intensiver Kontakt zu den Kindern und Jugendlichen ist, um sie möglichst individuell begleiten zu können. Für Schulvertreter/-innen liegt der Fokus auf Gesprächs- und Beziehungskultur. Sie legen besonders viel Wert, dass die Kinder und Jugendlichen die Komfortzone verlassen und die Wachstumszone stärken, indem sie Verantwortung übernehmen.

In Betrieben wird Gemeinschaft und Zusammenhalt großgeschrieben. Es werden zahlreiche Aktivitäten und Exkursionen angeboten, um unter anderem Teamgeist und Selbstvertrauen der Jugendlichen zu stärken. Außerdem ist es ihnen wichtig, die Stärken der Jugendlichen sichtbar zu machen, ihre Erfolge aufzuzeigen, Lob und Anerkennung auszusprechen.

Forderungen der Arbeiterkammer Oberösterreich

  • Angebote müssen niederschwelliger gestaltet und durch breit gefächerte, zielgruppenorientierte Information bekannter gemacht werden
  • Bewusstsein der Lehrkräfte und Lehrlingsausbildner zum Thema Resilienz durch Qualifizierungsmaßnahmen stärken
  • Sensibilisierung der Lehrkräfte und Lehrlingsausbildner für interkulturelle und kulturspezifische Bedarfe
  • Für Schulen mit besonderem Bedarf müssen die Ressourcen gezielt erhöht werden (Chancen-Index für das österreichische Schulsystem)
  • Kurze Betreuungsangebote sind oft nicht zielführend. Daher müssen längere Begleitung und Betreuung der Jugendlichen ermöglicht werden
  • Engere Vernetzung der Schulen und Betriebe mit sozialen Institutionen
  • Neue innovative Ansätze für mehr Elternarbeit in Schulen, Betrieben und sozialen Einrichtungen

Presseniederschläge:

Gmunden:

Traunsee_News

Salz  TV

Bezirksrundschau Salzkammergut

Innviertel:

Braunau Warte

Mein Bezirk Ried i. I.

Mein Bezirk Schärding

Mühlviertel:

TIPS_Perg

Wels:

TIPS_Wels

Eferding/Grieskirchen:

OÖ Nachrichten

Steyr/Kirchdorf:

E-Steyr

Tips Kirchdorf

Regionalinfo24

 

 

 

 

 

Jugendnetzwerkpartner im Fokus: Die Produktionsschule Steyr stellt sich vor

Michelle wird bald 18 und ist gerne draußen. Sie möchte daher gerne einmal Gärtnerin bzw. Floristin werden. Fabian ist schon volljährig und sieht seine berufliche Zukunft in einem Elektrofachmarkt. Beide sind Teilnehmer/-innen der Produktionsschule Steyr und berichten perfekt vorbereitet über die einzelnen Werkstätten, in denen sie sich ausprobieren dürfen und für die Berufswelt „draußen“ vorbereitet werden. Oft ist es sogar umgekehrt, unterschiedliche Firmen von „draußen“ lassen Produkte in der Produktionsschule fertigen. Manchmal kommen darüber hinaus Firmenchefs und arbeiten mit den Jugendlichen zwei Tage lang Hand in Hand. Davon profitieren beide Seiten.

Zu entdecken gibt es in den Werkstätten einiges: Vom Kleiderschrank den sich die Gattin eines Firmeneigentümers fertigen lassen hat, bis hin zur Feuerschale in der Optik eines Minion. Produziert werden von Hand genauso kleinere Dekorations- und Haushaltsartikel. Der Trainer der Metallwerkstatt schafft zwar lieber große Dinge, erklärt sich aber da und dort bereit, Osternester aus Metall zu fertigen.

Von der Decke des Speisesaals hängen an einem Ast bunt bemalte Ostereier und auf den schön gedeckten Tischen findet man die Tageskarte. Jene wird von den Jugendlichen selbst gestaltet und ist ein echter Hingucker. Hier kochen die Jugendlichen für externe Gäste und die internen Teilnehmer/-innen und Trainer/-innen auf. Sogar ein Cateringdienst wird angeboten. Die EDV-Werkstatt stellt ein eigenes „Management“: Die Jugendlichen dort haben z.B. die Aufgabe, die Stempelkarten der Teilnehmer/-innen im Blick zu haben oder wissen ganz genau, wann wer den Kurs verlässt oder Geburtstag hat. Dann werden nämlich Glückwünsche in Form einer persönliche Karte überreicht.

Die Jugendlichen haben hier die Möglichkeit und Zeit nachzureifen sowie Menschen, die sie stärken und dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten auszuloten.

Nähere Informationen zur Produktionsschule findet man hier.

Weiter Eindrücke gibt es auf Youtube unter: https://youtu.be/sKDh4_-NY3A.

Rückblick JugendNetzwerkDialog Steyr/Kirchdorf

32 Partnerinnen und Partner des Jugendnetzwerkes Steyr|Kirchdorf trafen sich am 14. Juni 2018 in der Arbeiterkammer Steyr um sich über das Thema psychische und physische Belastungen bei Jugendlichen auszutauschen.

Rund um die Thematik der psychischen und physischen Belastungen bei Jugendlichen wurden von der  AK-Referentin Daniela Kneidinger spannende Fakten aus der Arbeitswelt präsentiert sowie neue Einblicke in die Gruppe der NEET-Jugendlichen gegeben. Jede/r Fünfte junge Arbeitnehmer/-in im Alter zw. 15-29 Jahren verspürt starke Belastungen am Arbeitsplatz in Österreich. Besonders hoch sind diese im Bereich der hohen Verantwortung für Güter oder Menschen (22%) und bei stehenden Tätigkeiten bzw. Arbeit unter Zwangshaltungen (20%). NEET-Jugendliche (Jugendliche die weder in Beschäftigung noch in (Aus-)Bildung oder in einer Schulungsmaßnahme) haben ein vielfach höheres Risiko psychische und physische Beeinträchtigungen zu erleiden als andere Jugendliche in Österreich.

Frau Lisa Schausberger, Mitarbeiterin der Jugendwohngruppe blue.box erzählte aus ihrem Arbeitsalltag, mit welchen Methoden sie Jugendliche stärken und wie sie das Ziel, die Jugendlichen Schritt für Schritt zu stabilisieren und in einen strukturierten Alltag zu führen, erreichen.

Danach tauschten sich die Teilnehmer/-innen im World Café über ihre tägliche Arbeit aus. Es zeigte sich dabei klar, dass Beziehungsarbeit sowie bedarfsorientiertes Arbeiten mit Jugendlichen entscheidend für eine langfristige Zielerreichung des Jugendlichen ist. Dies benötigt vor allem Zeit für die individuellen Bedürfnisse des jungen Menschen in der sensiblen Phase des Übergangs zwischen Schule und Arbeit. Die Vernetzung im Rahmen der AK-Jugendnetzwerke trägt für einen effektiven Austausch zwischen den einzelnen Akteure/-innen bei.