Veranstaltungshinweis: „Die Geister, die ich rief!“ – AK lädt zu Symposium über Künstliche Intelligenz

Roboter, Mensch
Künstliche Intelligenz? Bild: unsplash

 

 

Künstliche Intelligenz (KI), auch Artificial Intelligence (AI), ist allgegenwärtig, ohne dass wir sie immer bewusst wahrnehmen. Sie erleichtert uns schon viele Jahre den Alltag, wenn beispielsweise das Handy mittels Gesichtserkennung entsperrt wird oder uns individuelle Werbung durch das Dickicht des Internets steuert.

KI kann uns Menschen manipulieren. Kann sie damit zur Gefahr für die Demokratie werden? Erste Anzeichen dafür waren etwa das Brexit-Votum oder die US-Präsidentschaftswahlen.

Damit es uns nicht so geht wie Goethes Zauberlehrling, wollen wir beim Symposium Perspektiven Politischer Bildung mit dem Titel

 

„Die Geister, die ich rief! – Künstliche Intelligenz und ihre Auswirkungen auf Gesellschaft, Demokratie und Bildung“

 

erarbeiten, wie künstliche Intelligenz schon unser aller Leben beeinflusst, wo KI schon überall „mitdenkt“ oder gar das Denken bereits übernommen hat.

 

Das Symposium findet im Rahmen des Ars Electronica Festivals am Mittwoch, 9. September 2020, 9:30 Uhr bis 14:30 Uhr (mit anschließender Online-Führung durch das Festival) statt.

 

Wir überlegen, unterstützt unter anderen von den Experten/-innen Elke Hackl, Uli Meyer und Julian Nida-Rümelin und in Workshops, wie diese Entwicklung unser demokratisches System beeinflusst und wie wir damit im Bildungsbereich umgehen können.

 

Das Symposium ist eine Kooperation von AK OÖ, PH OÖ und Ars Electronica und wird aufgrund der Covid-19-Maßnahmen online abgehalten.

 

Wir freuen uns auf eine spannende Veranstaltung und ersuchen um Anmeldung unter https://ph-ooe.at/politischebildung-2020

 

 

 

Resümee Jugendnetzwerkdialoge zur Mobilitätsarmut Jugendlicher in ganz Oberösterreich im Herbst 2019

 

211 Menschen aus sozialen Organisationen, Institutionen, Schulen und Betrieben nahmen an den Jugendnetzwerkdialogen zum Thema „Bewältigung von Mobilitätsarmut“ im Herbst 2019 teil. Zehn solcher Dialoge wurden insgesamt in den Regionen Oberösterreichs veranstaltet. Mobilität ist ein menschliches Grundbedürfnis. Um am sozialen, ökonomischen und kulturellen Leben teilhaben zu können, braucht es gute und leistbare Mobilitätsangebote. Viele junge Menschen in Österreich sind in ihrer Mobilität stark eingeschränkt. Insbesondere bei der Schul- und Berufswahl spielt das eine entscheidende Rolle.

Die Arbeiterkammer OÖ fordert, dass Jugendliche in Unterstützungsangeboten, wie z.B. der Produktionsschule, den gleichen Zugang zum Lehrlings- und Jugendticket haben sollen wie Lehrlinge und Schüler/-innen.

 

 

 

Viele Jugendliche, gerade im ländlichen Raum, leiden darunter, dass das Netz öffentlicher Verkehrsmittel häufig nicht ausreichend ausgebaut ist. Das wird etwa dann zum Problem, wenn Jugendliche eine Lehre machen wollen, der Lehrbetrieb sich aber in einer Gemeinde befindet, die mit Öffis schwer oder gar nicht erreichbar ist. Potenzielle Lehrstellen können so schwer erreicht werden. Dadurch werden insbesondere Jugendliche, die es ohnehin schon schwer haben, Lehrstellen zu finden, zusätzlich benachteiligt.

 

Ein weiteres Problem: Jene, die den Übergang von der Schule in den Beruf noch nicht geschafft haben und Unterstützungsangebote in Anspruch nehmen, in der sie auf die Berufswelt vorbereitet werden, haben im Gegensatz zu Schülern/-innen und Lehrlingen keinen Anspruch auf das Lehrlings- oder Jugendticket. Gegen einen kleinen Selbstbehalt hätten damit die Jugendlichen, die ohnehin schon aus mobilitätsarmen Familien kommen, freie Fahrt zwischen Wohn- und Ausbildungsort. Mit der Aufzahlung zum Jugendticket könnten sie sich darüber hinaus günstig im gesamten Netz des Oberösterreichischen Verkehrsverbunds bewegen. Je nach Fördergeber und Angebot ist die finanzielle Unterstützung für die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel unterschiedlich geregelt.

Mit der Gleichstellung der Ticketpreise für Jugendliche in Unterstützungsangeboten mit jenen, die für Schüler/-innen und Lehrlinge gelten, würden sie von den selben Mobilitätsmöglichkeiten und somit einer besseren sozialen Teilhabe profitieren.

 

In der Ideenwerkstatt der Dialoge wurden viele weitere Ideen besprochen, jene werden nun nach der Dialogreihe gesammelt. Nähere Informationen zu den Ideen und zur Weiterarbeit daran folgen demnächst.

Grundlage für die Diskussion war die von der AK geförderte Masterarbeit zum Thema „Fortbewegung im ländlichen Oberösterreich – Qualitative Studie

zum Customer Behaviour von ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen der Generation Z“ von Karim Hegazy. Jene kann abgerufen werden unter https://www.jugendnetzwerk-ooe.at/wp-content/uploads/2019/10/Karim-Hegazy_Masterarbeit.pdf.

 

 

Weitere Bilder von den JugendNetzwerkDialogen in den Bezirken:

 

Presseniederschlag:

Wels Regionalinfo 24

Tips Braunau

E-Steyr

Tips Eferding/Grieskirchen

Freitstadt/Perg_Rundschau

Freistadt/Perg_Tips

Grieskirchen/Eferding_ Rundschau

Linz_Land_Tips

Ried_Schärding_Tips

Salzkammergut_Rundschau

Salzkammergut_Tips

Tips Rohrbach JNW Dialog 2019

 

Bitte unterstützen: Petition „Dabei Austria“ – fordert Jugendticket für alle Jugendlichen in der Ausbildungspflicht bis 18

Bitte unterstützen Sie die Petition „Dabei Austria“ – welche das Jugendticket für alle Jugendlichen in der Ausbildungspflicht bis 18 fordert. Die Petition richtet sich an das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie und kann unter folgendem Link unterzeichnet werden:

https://www.openpetition.eu/at/petition/online/jugendticket-fuer-alle-jugendlichen-im-rahmen-der-ausbildungspflicht-bis-18

Auch die Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich fordert vom Verkehrsreferenten des Landes Oberösterreich, vom/von der Bundesminister/Bundesministerin für Verkehr, Innovation und Technologie sowie von dem im Landtag und im Parlament vertretenen Parteien:

„Der Zugang zur Lehrlingsfreifahrt und zum Jugendticket-Netz muss für alle in Ausbildung befindlichen Jugendlichen im Rahmen der betrieblichen Lehrausbildung, der ‚Ausbildungspflicht bis 18‘ und der ‚Ausbildungsgarantie bis 24‘ ermöglicht und finanziert werden. (…) Nur so kann man möglichst vielen Jugendlichen die Vorteile des öffentlichen Verkehrs nahebringen, einen Beitrag zum Klimaschutz leisten und eine Berufsausbildung für möglichst alle gewährleisten.“
(Resolution im Rahmen der Vollversammlung der Arbeiterkammer Oberösterreich vom 12. November 2019)

Quelle: unsplash

 

Veranstaltungsrückschau: Tagung „DIGITALISIERUNG UND MEDIENKOMPETENZ in der Musikschule Altheim

 

(Un)Soziale Netzwerke vs. Medienkompetenz – zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung?“ am 15. März 2018

Mehr als 70 Menschen, darunter 20 Teilnehmer/-innen aus oberösterreichischen Produktionsschulen sind der Einladung der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ gefolgt und haben in der Musikschule Altheim das drängende Thema der Medienkompetenz von Jugendlichen diskutiert.

Die Digitalisierung bringt rasante Entwicklungen mit sich, verändert die Kommunikation und das Leben jeder/s Einzelnen. Insbesondere für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bringt die digitale Welt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen mit sich. Jungen Menschen ist ihr Auftritt und Image in den sozialen Netzwerken immer wichtiger. Häufig vergessen sie dabei, dass sich das Internet alles merkt und Fotos aber auch personenbezogene Daten nicht mehr zu löschen sind. Das Preisgeben von persönlichen Daten geht häufig mit einem Missbrauch und Handel mit jenen einher. Umso wichtiger ist eine profunde Medienkompetenz bei Jugendlichen und auch Erwachsenen. Medienkompetenz ist ebenso ein Schlüsselfaktor, wenn es um den Eintritt Jugendlicher in die Arbeitswelt geht. Was aber sind diese „wichtigen Kompetenzen“ und wie kann man sie erwerben? Nur ein Auszug der Fragen die im Rahmen der Tagung von unseren Expertinnen Frau Tanja Jadin, Professorin für E-Learning an der FH OÖ und Frau Regina Edthaler, Koordinatorin von SaferInternet OÖ beantwortet wurden.

2016 besaßen 40 Prozent der drei bis zehn Jährigen ein eigenes Handy, hingegen dies im Jahr 2007 nur bei 15 Prozent der gleichen Altersgruppe der Fall war. Folglich wird jungen Menschen und bereits Kindern automatisch Medienkompetenz zugesprochen. Aber nur selten ist dies wirklich der Fall. „Always on“ wird das Phänomen bezeichnet immer und überall vernetzt und Zugriff auf unterschiedlichste Angebote zu haben. Dies bietet gewiss viele Chancen, birgt aber auch zahlreiche Risiken. Daher ist es umso wichtiger Bewusstsein und Sensibilität zu schaffen, dass man eben nicht allen Informationen Glauben schenken darf und „Fake News“ auf der Tagesordnung stehen. Je älter die Jugendlichen desto öfter haben sie die Erfahrung gemacht, dass jemand falsche oder beleidigende Aussagen im Internet verbreitet. Dies bestätigen laut JIM-Studie (2016) 25 Prozent der 18 bis 19 Jährigen.

Unsere beiden Expertinnen, Tanja Jadin und Regina Edthaler, betonen mehrfach die Wichtigkeit dieses gegenwärtigen Themas und appellieren an alle Eltern, Lehrer, Vertrauenspersonen, Coaches, etc. dass sie sich dafür interessieren wie Jugendliche kommunizieren und vor allem was diese konsumieren, ohne jedoch die Mediennutzung zu bewerten. Schulen müssen zukünftig verstärkt digitale Medienkompetenz, welche Mediennutzung, -gestaltung, -kritik und –kunde beinhaltet, vermitteln – da dies essentiell für individuelle und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit vor allem bei benachteiligten Jugendlichen ist.

Präsentationen

AKOOE_Medienkompetenz_2018

edthaler_safer internet

Die Videos der Vorträge finden Sie hier.

Presseberichte:

„Tips“: TIPS_Schärding vom  04_04_2018

„Rundschau“: Rundschau vom 31_05_2018

 

 

 

 

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