Ausschnitt Ö1 Beitrag: Jugend ohne Job

Dennis Tamesberger Arbeiterkammer Oberösterreich Referent für Arbeitsmarktpolitik der Abteilung Wirtschafts-, Sozial- und Gesellschaftspolitik der Arbeiterkammer Oberöstereich.

Dr. Dennis Tamesberger, Arbeitsmarktexperte der Arbeiterkammer OÖ spricht im Ö1 Beitrag Jugend ohne Job zur momentanen Lage der Jugendarbeitslosigkeit. Er geht auf die Folgen von Jugendarbeitslosigkeit ein und was das für die Wirtschaft des Landes und die Gesundheit der Jugendlichen bedeutet.

 

 

Quelle: Ö1 Journal Panorama/28.9.2020

So können Sie Ihr Kind bei der Berufsentscheidung unterstützen: Kostenlose Online-Seminare zu Bildungs- und Berufsorientierung

Und, weißt du schon, was du später einmal werden möchtest? Mit dieser Frage sind Kinder und Jugendliche häufig konfrontiert und gleichzeitig bringt sie vielfach Unsicherheit mit sich. Schließlich wird bereits in jungen Jahren mit der Wahl der Schule schon der weitere Ausbildungs- und Berufsweg geprägt. Oftmals fehlt den Jugendlichen die Motivation, sich mit diesem Thema auseinanderzusetzten oder sie haben keinerlei Ideen oder Vorstellungen davon, in welchem Bereich sie später einmal arbeiten möchten. Eltern und Bezugspersonen sind deswegen heute mehr denn je gefordert, ihre Kinder bei der Ausbildungs- und Berufswahl zu unterstützen.

 Online-Seminare zwischen 9. und 20. November – gleich anmelden!

Zwischen 9. und 20. November bietet die AK online sogenannte Webinare an. Der thematische Bogen spannt sich dabei von den wichtigsten Schritten zur Wunschschule und zum Wunschberuf über Wichtiges bei der Berufswahlentscheidung sowie Erkennen von Stärken bis hin zu Zukunftsberufen und konkreten Schritten, sobald die Berufswahl getroffen ist. Ein Webinar wird auch in türkischer und serbokroatischer Sprache abgehalten. Zusätzlich zur Webinar-Reihe bieten die Bildungsexperten/-innen der AK Onlineberatungen zu individuellen Fragen der Bildungs- und Berufsorientierung an.

 Gewinnen Sie Tablets und andere attraktive Preise

Unter allen Webinarteilnehmern, die an den Online-Seminaren teilnehmen, verlost die AK 10 Tablets, 100 Power-Banks und 250 Webcam-Covers. Die Teilnahmebedingungen zum Gewinnspiel finden Sie HIER

 

Jugendnetzwerkpartner im Fokus: Apotheke zum Engel in Haag am Hausruck

Die Apotheke zum Engel besteht in Haag am Hausruck seit über 180 Jahren.  1834 wurde die Apotheke gegründet und befindet sich seit 1980 im Familienbesitz. Die Apotheke stellt die Arzneimittelversorgung für die Bevölkerung im Haager Umland sicher.

Stellenausschreibung:

Du arbeitest gerne mit Menschen doch genauso gerne handwerklich? Eine Tätigkeit im Büro könntest du dir aber auch vorstellen? Gratuliere – deinen Traumjob gibt es bereits!

Mit einer Lehre zum pharmazeutisch-kaufmännische/r Assistent/Assistentin vereinst du diese drei Anforderungen in einem attraktiven und zukunftsträchtigen Job.

Bist du bereit die rechte Hand einer Apothekerin oder eines Apothekers zu werden? Dann freuen wir uns auf deine Bewerbung per Mail oder auf einen kurzen Besuch in unserer Apotheke.

 

Kontaktdaten

Apotheke Zum Engel

zH Herrn Mag. Dr. Wolfgang Kühn

Marktplatz 21

4680 Haag am Hausruck

07732/3355

office@engelapotheke.org

Filmempfehlung: Last Fisherman

Last Fisherman Malcolm Baker by Leo Kaserer

Eine unerwartete Freundschaft zwischen einem Tiroler Jugendarbeiter und einem englischen Fischer ermöglicht es ausgrenzungsgefährdeten Jugendlichen ein altes Handwerk neu kennenzulernen.

In der Dokumentation von Leo Kaserer, lernen wir Malcolm Baker kennen. Er ist einer der letzten traditionellen Fischer in seinem Heimatort auf der Halbinsel Rame in Cornwall. Durch das von der  AK Tirol unterstützen Projektes „Rückenwind“ kommen österreichische Jugendliche mit dem erfahrenen Fischer in Kontakt. Die Jugendlichen, die zum Teil bildungs- und arbeitsmarktfern sind, restaurieren gemeinsam mit Baker Boote. Die gemeinsame Arbeit und der Austausch miteinander gibt nicht nur den Jugendlichen wieder Hoffnung für die Zukunft, sondern auch der in die Jahre gekommene Fischer fasst wieder Mut für seinen persönlichen Weg.

Unter folgenden Link kann man sich den Film beim VOD Club gegen eine Gebühr ausleihen.

The Last Fisherman (OmU) Dokumentation 2017 / 72min /AT / GB

 

 

JugendNetzwerkDialoge – Die Termine für den Herbst

Die JugendNetzwerkDialoge im Herbst 2020 stehen ganz im Zeichen der Teilnehmer Kollaboration. Da es dieses Mal kein festgelegtes Thema gibt, wird stattdessen die Barcamp-Methode angewendet.

Als Barcamp versteht sich eine Methode der Veranstaltungsgestaltung. Bei herkömmlichen Tagungen und Konferenzen gibt es ein festgelegtes Thema; bei einer Barcamp Veranstaltung ist das nicht der Fall. Der Inhalt und auch der Ablauf werden direkt am Tag der Veranstaltung festgelegt. Das ist auch der Grund, warum Barcamps  Mitmach-Konferenzen oder Ad-hoc-Konferenzen genannt werden, denn die Barcamp-Methode dient vor allem dem Austausch und der Diskussion. Da die Teilnehmer grundlegend in die Veranstaltung involviert sind und sich in das Geschehen mit einbringen, werden sie auch Teilgeber genannt.

Wie schon erwähnt sind Barcamps locker organisierte Veranstaltungen, bei denen es kein vorab festgelegtes Programm gibt. Die Teilnehmer finden sich stattdessen in mehreren Kleingruppen zusammen. Dort werden die Themen besprochen, die sie beschäftigen. Nach dem Ende eines Barcamps gibt es häufig eine Feedbackrunde oder eine Zusammenfassung des Tages.

Falls Sie daran interessiert sind können sie sich hier für eine Veranstaltung, auch schon mit einem für Sie wichtigen Thema, anmelden: jugendnetzwerke@akooe.at

Alle Veranstaltungen werden unter strengen Corona-Sicherheitsmaßnahmen durchgeführt. Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Hier finden sie alle regionalen Termine und Veranstaltungsorte der JugendNetzwerkDialoge:

Region Veranstaltungsort Termin
Ried AK Ried Goethestraße 29, 4910 Ried 16. September 2020, 13:00-15:30 Uhr
Schärding AK Schärding Schulstraße 4, 4780 Schärding 17. September 2020, 13:00-15:30 Uhr
Wels AK Wels Roseggerstraße 8, 4600 Wels 21. September 2020, 13:00-15:30 Uhr
Braunau AK Braunau Salzburger Straße 29, 5280 Braunau 01. Oktober 2020, 13:00-15:30 Uhr
Linz AK Linz Volksgartenstraße 40, 4020 Linz 05. Oktober 2020, 13:00-15:30 Uhr
Vöcklabruck AK Vöcklabruck Ferdinand-Öttl-Straße 19, 4840 Vöcklabruck

A B G E S A G T

07. Oktober 2020, 09:00-11:30 Uhr
Gmunden AK Gmunden
Herakhstraße 15b, 4810 Gmunden
08.Oktober 2020,
9:00 – 11:30 Uhr
Rohrbach|Urfahr-Umgebung AK Rohrbach
Ehrenreiterweg 17, 4150 Rohrbach
12. Oktober 2020,
13:00 – 15:30 Uhr
Linz-Land AK Linz-Land
Kremstalstraße 6, 4050 Traun
13. Oktober 2020,
13:00-15:30 Uhr
Eferding|Grieskirchen AK Grieskirchen
Manglburg 22, 4710 Grieskirchen
14. Oktober 2020,
13:00 – 15:30 Uhr
Perg|Freistadt AK Perg
Hinterbachweg 3, 4320 Perg
22. Oktober 2020,
13:00-15:30 Uhr
Steyr|Kirchdorf AK Kirchdorf
Sengsschmiedstraße 6, 4560 Kirchdorf a. d. Krems
28. Oktober 2020,
13:00 – 15:30 Uhr

 

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Veranstaltungsrückschau Ich seh‘, ich seh‘, was du nicht siehst. Potenziale und Begabungen junger Menschen entdecken und fördern!

Corona macht Lehrstellen zur Mangelware – Eine Kurzfassung

Die Jugendarbeitslosigkeit in Österreich lag in den letzten Jahren unter dem EU-Schnitt. Die Zahlen dafür sind mitunter im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass viele Jugendlichen eine Lehre absolvierten. Die Corona Krise hat jedoch auch hier markante Spuren hinterlassen.

Durch den Lockdown mussten viele Betriebe ihre Arbeit einstellen. Bereits ab März konnten aber auch Lehrlinge in die Kurzarbeit geschickt werden. Diese Maßnahme verhinderte allerdings nicht dass im Mai 2020 annähernd 4000 Lehrlinge mehr auf der Suche nach einer Lehrstelle waren als noch ein Jahr zuvor. Im Juni entspannte sich die Situation zwar ein wenig, jedoch nicht so stark wie es gern gewünscht. Aktuell sind in etwa 2000 Lehrlinge mehr auf der Suche nach einer Stelle, als dies im Juni 2019 der Fall war.

Coronabedingte Lehrstellensuche betrifft besonders Tourismus, Metall- und Elektroberufe sowie Büroberufe 

Photo by Daniel Wiadro on Unsplash

Der am stärksten betroffene Sektor ist der Fremdenverkehr. Im Juni befanden sich circa 22,5 % mehr Lehrlinge auf der Suche nach einer freien Stelle, als noch ein Jahr zuvor. Der Lockdown, verordnete Schließungen, sowie generelle Nachfrageausfälle in den Monaten März, April und Mai hat in vielen Tourismusbetrieben zur Auflösung von Lehrstellen geführt.

Ähnlich drastisch wie im Fremdenverkehr verhalten sich die Lehrlingszahlen in den Metall-/ Elektroberufen (Rückgang offener Stellen: -10,9%; Anstieg an Suchenden: +36,7 %) und bei Büroberufen (Rückgang offener Stellen: -20,9%; Anstieg an Suchenden: +48,6%) . Die anherrschende Unsicherheit über die wirtschaftliche Entwicklung, der Geschäftsrückgang der letzten Monate und die Tatsache dass Homeoffice bei Lehrlingen weniger sinnvoll  ist bei Kurzarbeit gelten als Erklärungen für die vorliegenden Zahlen. Es darf dabei nicht vergessen werden, dass die Statistik noch schlimmer ausgefallen wäre wenn Lehrlinge vom Kurzarbeitsmodell ausgeschlossen worden wären.

Konkrete Maßnahmen statt kurzfristiger Rettungen

Durch die Corona-Krise hat sich gezeigt, wie wichtig aktive Arbeitsmarktpolitik ist.  Doch eine kurzfristige Rettung der bestehenden Lehrlingsplätze stellt dem eigentlichen Problem nichts gegenüber. Das blinde Vertrauen in die Wirtschaft oder großzügige Einmalzuschüsse schaffen keine neuen und notwendigen Lehrstellen. Wichtig ist dass man den Start ins Erwerbsleben erleichtert und verbessert, da bestehende Studien belegen, dass Unterbrechungen im Erwerbsleben lange Nachwirkungen haben können. Die Auswirkungen reichen von Depressionen bis zu einem Abfall des Lebenseinkommens. Daher müssen Unternehmen gerade jetzt animiert werden nicht auf Lehrlinge zu verzichten. Eine Verstärkung der Investierung in die Ausbildung von Lehrlingen steuert nicht nur gegen die momentane Krise, sondern auch gegen den generellen Fachkräftemangel.

Den ganzen Artikel zu diesem Thema von Thomas Moldaschl finden sie HIER.

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Jugendnetzwerkpartner im Fokus: Die VFQ GmbH stellt sich vor

Logo der VFQ GmbH

Die VFQ GmbH bietet im Auftrag des Landes OÖ und des AMS in ihrem Angebot „Orientierung und Lehre“ jungen Frauen im Alter zwischen 15 und 23 Jahren den Einstieg in einen von vier Lehrberufen an:

  • Tischlerei
  • Tischlereitechnik-Planung
  • Informationstechnologie-Systemtechnik
  • Applikationsentwicklung

Die Teilnehmerinnen starten mit einer Orientierungsphase, während der sie ihre Fähigkeiten und Interessen reflektieren und konkrete Ziele definieren. Bei Eignung und Motivation treten die Teilnehmerinnen in die Ausbildung ein. Dabei erarbeiten sie Fähigkeiten und Fachkompetenzen, die sie in Praktika erproben und durch den Besuch der Berufsschule erweitern. Ziel ist es, im ersten Ausbildungsjahr einen Arbeitsplatz zu finden. Dieser soll so gewählt werden, dass die jungen Frauen ihre Lehre beenden und eine entsprechende Tätigkeit als Fachkraft aufnehmen.

Weitere Eindrücke gibt es auf:

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Online-JugendNetzwerkDialoge im Innviertel und Salzkammergut zu den Auswirkungen der Corona Pandemie auf Jugendliche

Über 30 Personen aus sozialen Organisationen, Institutionen, Schulen und Betrieben nahmen an zwei JugendNetzwerkDialogen zum Thema „Auswirkungen der Corona Pandemie auf Jugendliche“ teil. Zwei anstelle der ursprünglich 12 geplanten Dialoge in OÖ wurden als Online-JugendNetzwerkDialoge abgehalten. Es war dem Team des Jugendnetzwerkes ein Anliegen den Netzwerkpartnern/-innen Zeit und Raum für einen Austausch anzubieten. Das Corona-Virus hat in den vergangenen Wochen unser Leben in vielen Bereichen stark verändert. Sowohl in der Arbeitswelt, der Ausbildung und der Betreuung von Jugendlichen und jungen Erwachsenen sind Umstellungen nötig geworden. Ausgewählte Partner/-innen gaben Einblicke, wie sich die Arbeit mit den Jugendlichen in Zeiten von „Social Distancing“, Distance Coaching, Home Office und nun wieder Rückkehr in die Einrichtungen gestaltet.

 

Die Bezirksstellenleiter der Arbeiterkammer, Stefan Wimmer, Martin Kamrat und Michael Weidinger gaben Einblicke in dramatische Entwicklungen am Arbeitsmarkt für Jugendliche. Im Bezirk Vöcklabruck kam es zu einer Verdreifachung der arbeitslos gemeldeten Personen unter 25 Jahren. Jugendliche mit keiner oder nur einer Ausbildung sind von Arbeitslosigkeit ganz stark betroffen. Wie sich der Lehrstellenmarkt tatsächlich entwickelt wird sich im Sommer zeigen. Die Hälfte der Betriebe in Vöcklabruck ist in Kurzarbeit und diese wird auch um drei Monate verlängert.

Netzwerkpartner/innen berichten in den Online-JugendNetzwerkDialogen von ihren Erfahrungen

Der Schulleiter der PTS Braunau, Günter Haider zeigt sich sehr erfreut, dass Schüler/-innen und Eltern die Schule und die Arbeit der Lehrer/-innen durch die Krise wertschätzen lernten. Obwohl Herr Haider ganz klar den Nutzen der Digitalisierung für die Jugendlichen erkennt, betont er stark wie wichtig die persönlichen Beziehungen in der Schule für die Kinder sind. Die Schulpsychologinnen aus beiden Gebieten wiesen darauf hin, dass die zeitliche und räumliche Beengtheit in den Familien zu vielen Spannungen zwischen Jugendlichen und Eltern führten.

Weiters brauchen junge Menschen ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Selbstorganisation um Tagesstrukturen und Motivation aufrechtzuerhalten. Ohne der verständnisvollen Unterstützung durch die Eltern schaffen es Jugendliche oftmals sehr schwer sich dazu aufzuraffen ihre täglichen Arbeitsaufträge zu erledigen. Der Grund dafür liegt oftmals beim Wegfallen der persönlichen Kontakte zu ihren Peergroups. Dazu kommen noch vielfältige Zukunftsängste. Viel Verständnis, kein Leistungsdruck und Optimismus sind sehr wichtig, um die Jugendlichen aus dieser Krisenzeit hinauszubegleiten.

Die Gesprächspartnerinnen aus den AusbildungsFit Projekten in Mattighofen, Attnang und dem Salzkammergut klagten, dass die fehlende technische Ausstattung im ländlichen Raum für viele Jugendliche eine große Herausforderung war. Fehlende Laptops und Drucker oder eine schlechte Internetverbindung waren dabei die größten Problemfelder. In vielen Familien existieren keine geeigneten Geräte oder die Jugendlichen mussten den Computer mit anderen Familienmitgliedern teilen.

Die Coaches nehmen sich viel Zeit und gehen in der Betreuung sehr individuell auf die Bedürfnisse der Jugendlichen ein. Im Vordergrund steht die Aktivierung, Gestaltung der Tagesstruktur und Bewegung der jungen Menschen. Viele meldeten zurück, dass sie sehr dankbar waren für die kreativ gestalteten Arbeitsaufträge.

Herausforderungen der Berufsschulen

In der Berufsausbildungsassistenz war es sehr herausfordernd die unterschiedlichen Möglichkeiten zur Kommunikation in den Berufsschulen zu regeln. Deswegen war es auch nicht immer einfach die Lehrlinge beim Distance Learning zu unterstützen. Frau Engelhardt erkennt aber auch die Chance für manche Berufsschüler/-innen. Die Jugendlichen konnten die Arbeitsaufträge in ihrem Rhythmus und mit mehr Zeit in Ruhe erledigen. Es war eine große Herausforderung mit allen Jugendlichen, den Eltern und den Betrieben in gutem Kontakt zu sein. Weiters alle über die aktuellen Bestimmungen und Gesetze zu informieren und all den Unsicherheiten und Ängsten zu begegnen.

Die Mitarbeiterinnen von der KOST OÖ berichteten, dass im Rahmen des Ausbildungspflichtgesetzes die Fristen und auch die Sanktionen ausgesetzt waren. Die Beratungen der Jugendlichen und der Erziehungsberechtigten wurden telefonisch oder online durchgeführt.

Arbeiten in NPOs – Idealismus trifft auf Realität

Helfende Hand für jemanden der es braucht
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In Österreich sind neben dem Arbeitsmarktservice (AMS) unzählige Non-Profit-Organisationen (NPO) zuständig die sich mit der Integration in den Arbeitsmarkt befassen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich jedoch ein stetig steigender Effizienzdruck in diese Organisationen eingeschlichen. Dabei  sind gerade die ArbeitnehmerInnen, die für diese Integration am Arbeitsmarkt zuständig sind, oftmals selbst von unsicheren Beschäftigungsverhältnissen betroffen.

NPOs entstanden oftmals auf dem Prinzip der Basisdemokratie, müssen aber ihre Wurzeln oftmals hinter sich zu lassen um eine Finanzierung und den damit einhergehenden Fortbestand zu sicher. Arbeiten in NPOs ist von der immer stärker werdenden Ökonomisierung des Sozialbereichs geprägt. Das führt dazu, dass deren Mitarbeiter mit einem auf ihre Arbeit negativ auswirkenden Spannungsverhältnis zu kämpfen haben.

Die Arbeit in den NPOs ist meist von Idealismus geprägt. Dieser Idealismus trifft dann aber oft auf das harte Pflaster der Realität. Auf der einen Seite will man seinen Mitmenschen helfen, auf der anderen Seite unterliegen die Mitarbeiter einem strengen Effizienzkriterienkatalog.  Mit diesen Kriterien wird die Arbeit bewertet und die Förderungen damit gerechtfertigt. Dabei sind diese Förderungen oftmals nur auf ein Jahr beschränkt. Die subjektiven Perspektiven von NPO-MitarbeiterInnen zeigen, dass eines der wichtigsten Motive für ihre Tätigkeit der Wunsch ist der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen.

Die Anpassung der Organisationsstrukturen bringt eine Bürokratisierung mit sich, die oftmals kontraproduktiv zur eigentlichen Arbeit wirkt. Es stellt sich die Frage, wie man die Ökonomisierung des Sozialbereichs rechtfertigen kann. Mitarbeiter von NPOs stehen unter dem ständigen Druck Vermittlungsquoten erfüllen zu müssen, stehen dabei aber selbst immer einer ungewissen Zukunft gegenüber, da sie auf Förderungen angewiesen sind.

Die Langfassung des Textes von Laura Vogel ist auf der Seite des A&W Blog zu finden.

Daten & Fakten – Sozialstaat als Schutzschild gegen Corona-Krise

Die Arbeiterkammer hat für Sie bezüglich der Corona-Krise Daten und Fakten gesammelt. Diese Informationen zeigen, dass der Sozialstaat als Schutzschild gegen die Krise agieren muss. Dabei liegen die Themenschwerpunkte des Infofolders auf folgenden Punkten:

  • „Faire Verteilung der Krisenkosten“
  • „EU – Solidarisch in der Krise“
  • „Budget und Schulden“
  • „Krisenanker Sozialstaat“
  • „Oberösterreichs Spitäler: Kürzungskurs beenden“
  • „Rücklagen der GKK in Oberösterreich investieren“
  • „Öffentliche Pflege massiv ausbauen!“
  • „Soziale Wohnungsoffensive“
  • „Ausbau des öffentlichen Verkehrs“
  • „Arbeitslosenversicherung schützt“

Den gesamten Folder finden sie HIER