AK Veranstaltung „DAS BESTE IST FÜR ALLE MÖGLICH – Ein Chancen-Index für das österreichische Schulsystem“ – 4. Juni 2019

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Die bildungspolitischen Vorhaben der österreichischen Bundesregierung gehen verstärkt in Richtung Auslese und Ausgrenzung: Die Wiedereinführung des Sitzenbleibens in der Volksschule und der Leistungsgruppen in der Neuen Mittelschule oder das separate Führen von Deutschklassen zeigen genau in diese Richtung.

Aus unserer Sicht ist das der falsche Weg. Was wir brauchen, sind praxisnahe Ansätze für mehr Chancengerechtigkeit. Einen Beitrag dazu kann der von der AK entwickelte Chancen-Index leisten.

Wie dieser Chancen-Index funktioniert und was er leisten kann, wollen wir am Dienstag, 4. Juni 2019, im Rahmen der Veranstaltung „Das Beste ist für alle möglich – Ein Chancen-Index für das österreichische Schulsystem“ mit Ihnen und weiteren Experten/-innen diskutieren.

Hier geht’s zur Einladung…

Anmeldung unter bildungspolitik@akooe.at oder +43 (0)50 6906 2656.

 

Tagung: „Mindestsicherung neu – Auswirkungen der geplanten Kürzungen in Oberösterreich“

 

 

Am Mittwoch, 5. Juni 2019 von 13 bis 17 Uhr findet in der Arbeiterkammer Linz, Volksgartenstraße 40, 4020 Linz die Tagung

MINDESTSICHERUNG NEU Auswirkungen der geplanten Kürzungen in Oberösterreich statt.

Weitere Informationen sowie das detaillierte Programm finden Sie hier: Programm

Anmeldungen bitte bis Fr., 24. Mai 2019 per E-Mail an wsg@akooe.at oder telefonisch unter +43 (0)50/6906 – 2429.

„Startpaket Wohnen“ der AK Ober­österreich – AK verdoppelt Höhe des zinslosen Darlehens für die erste Wohnung

Wohnen wird zu einer immer stärkeren Belastung, gerade für junge Menschen und Familien. Die Arbeiterkammer Oberösterreich kämpft seit Jahren für bessere Rahmenbedingungen und bietet umfassende Beratungs- und Serviceleistungen für alle Mieter/-innen, Käufer/-innen und Häuslbauer/-innen. Ihren Mitgliedern im Alter von 18 bis 35 Jahren bietet die AK Oberösterreich seit März 2018 eine besondere Unterstützung an – das Startpaket Wohnen. Aufgrund des großes Interesses baut die AK ab sofort dieses Angebot aus, um noch mehr jungen Menschen helfen zu können. Die maximale Höhe des zinslosen Darlehens zur Finanzierung der vorgeschriebenen Eigenmittel an den Baukosten und/oder einer vorgeschriebenen Kaution wird auf 10.000 Euro verdoppelt.

AK-Wohnkredit: Schnell und kostenlos

Die AK Oberösterreich hilft mit einem kostenlosen und unbürokratischen Wohnkredit bei der Finanzierung der ersten Wohnung. Mieter/-innen erhielten bisher ein kostenloses Darlehen bis maximal 5.000 Euro für die Finanzierung von Kaution und Baukostenzuschuss. Mehr als 800 Interessenten/-innen informierten sich im vergangenen Jahr online über das Startpaket. 120 Mal wurde der gewünschte Darlehensbetrag von der Partnerbank der Arbeiterkammer Oberösterreich ausbezahlt. Die durchschnittlich beantragte Summe betrug 2.200 Euro.

AK-Mitglieder zahlen weder Zinsen noch Gebühren

Da die AK Oberösterreich sämtliche Zinsen und Gebühren übernimmt, entstehen den AK-Mitgliedern bei regelmäßigen Zahlungen keinerlei Kosten. Die Ersparnis für die Betroffenen ist damit beträchtlich: Bei einem Darlehen über 2.200 Euro und einem relativ günstigen Sollzinssatz von beispielweise 4,375 Prozent für eine alternative Kreditaufnahme, erspart sich der Darlehensnehmer/die Darlehensnehmerin insgesamt 463 Euro an Zinsen und Gebühren.

Startpaket Wohnen wird deutlich ausgeweitet

Das große Interesse der Mitglieder veranlasste die Arbeiterkammer Oberösterreich, das bestehende Angebot auszuweiten, um noch mehr junge Menschen bei der Finanzierung der ersten Wohnung unterstützen zu können. Ab sofort können auch Mietkaufwohnungen und die Sanierung bestehenden Wohnraums – zum Beispiel im Haus der Eltern – mit Hilfe des AK-Darlehens finanziert werden. Die mögliche Darlehenssumme wurde den neuen Anforderungen entsprechend erhöht – auf maximal 10.000 Euro pro Mitglied. Das Darlehen steht jedem AK-Mitglied im Alter zwischen 18 und 35 Jahren einmalig zur Verfügung.

Anträge und Informationen zum Darlehen erhalten Interessierte beim AK-Konsumentenschutz: ooe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz oder unter Tel: +43 50 6906 3140.

Kostenlose Beratung und Vertretung für AK-Mitglieder

Das „Startpaket Wohnen“ ist eine Unterstützung speziell für junge AK-Mitglieder zwischen 18 und 35 Jahren. Die AK-Mietrechtsexperten/-innen bieten allen Mitgliedern kostenlose Beratung und Vertretung in Musterfällen im Mietrecht. Im Jahr 2018 wandten sich rund 20.000 Oberösterreicher/-innen mit ihren Fragen und Problemen an die Mietrechtsberater/-innen.

Rechtliche Verbesserungen für Mieter

Die Arbeiterkammer Oberösterreich setzt sich für die Verbesserung der rechtlichen Rahmenbedingungen für Mieter/-innen ein und fordert:

  • Befristungen von Mietverträgen abschaffen
  • Klare Mietzinsobergrenzen für möglichst alle Wohnungen
  • Streichung der Maklerprovision für Mieter/-innen
  • Einführung von Höchstgrenzen bei Mietkautionen

Neuer Lehrgang in Polytechnischer Schule

Schulabbrecher und jene, die sich nach der Mittelschule noch für keinen konkreten Bildungsweg entschieden haben, sind die Zielgruppe

Die Polytechnischen Schulen blicken besorgt auf jene Schulabbrecher, die nach einem Jahr an einer Höheren Schule mit einem womöglich negativen Zeugnis öfter das Handtuch werfen.

Für diese Zielgruppe, aber auch für Schüler der vierten Klasse Mittelschule, die sich noch nicht für einen konkreten Bildungsweg entscheiden können, schafft die Polyschule Rohrbach ein maßgeschneidertes Angebot: „Wir führen mit kommendem Schuljahr den ,Intensivlehrgang Wirtschaft, Technik, Soziales’ als zusätzliches Angebot ein“, sagt Poly-Direktor Hans-Peter Indra. Die Idee dazu hat er sich in Niederösterreich geholt. „Dort läuft das hervorragend. Der Lehrgang hat eine Marktlücke gefüllt“, sagt er.

Zwar will das Poly auch künftig mit den bisherigen Fachbereichen auf einen Lehrberuf vorbereiten, sich mit dem neuen Angebot aber auch einer Realität stellen: „Es bringt nichts, mit einer Höheren Schule zu beginnen, wenn man nicht die Absicht hat, diese auch abzuschließen“, sagt Indra. Denn ein positiv abgeschlossenes neuntes Pflichtschuljahr sei in manchen Bereichen ein Muss.

Im Poly könne man sich eben nicht nur auf die Lehre, sondern auch auf den Besuch einer Höheren Schule oder die Lehre mit Matura sehr gut vorbereiten. Deshalb zielt der neue Intensivlehrgang auch ganz bewusst auf Allgemeinbildung ab.

weitere Details auf: https://karriere.nachrichten.at/aus-weiterbildung/jugend-und-beruf/art204494,3021131

 

 

AMS meets NMS – die SMARTE Projektidee der Arbeitsgruppe Linz–Land

Im Zuge unserer Abschlusskonferenz „Gemeinsam SMART in die Zukunft“ am 29.10.2018 in der Arbeiterkammer Linz erarbeitete Bruno Kamraner, Leiter der AK Bezirksstelle Linz-Land mit engagierten Vertreter/-innen aus der Region (AMS, NMS Doppl, soziale Vereine, Betriebsvertreter/-innen) die Idee, den Elternabend der NMS Doppl in Leonding für eine Vernetzung mit dem AMS Traun zu nutzen. Gemeinsam mit dem AMS, organisierte die Direktorin der NMS Doppl, die Möglichkeit der persönlichen Berufsfindungsberatung von Jugendlichen und deren Eltern durch die Mitarbeiter/-innen des AMS.

Im Rahmen des Elternabends am 29. November 2018 betreuten die Jugendberater/-innen des Berufsinfozentrums des AMS einen Informationsstand. Sie unterstützten die Jugendlichen und deren Eltern bei allfälligen Fragen rund um die Berufswahl und die Möglichkeiten in der Region. In zahlreichen persönlichen Gesprächen gingen sie auf die Fragen der Jugendlichen und ihrer Eltern ein und standen ihnen mit Rat und Tat zur Seite! Es entwickelten sich sehr spannende Gespräche über die Vorstellungen der Jugendlichen, die Einflüsse auf die Berufswahl und die realistischen Möglichkeiten in der Region. Durch diese Vernetzungsmöglichkeit fanden auch Gespräche mit Lehrer/-innen statt, die das Thema als Multiplikatoren/-innen weitervermitteln bzw. nützliche Kontakte weitergeben können. Besten Dank an alle Projektbeteiligten und jedenfalls den Mitwirkenden der NMS Doppl und des AMS Traun.

Bruno Kamraner, Bezirksstellenleiter AK Linz – Land betont „Von der Idee zur praktischen Umsetzung ist es manchmal ein steiniger Weg. Nicht so im Jugendnetzwerk Linz-Land. Gemeinsam mit dem AMS Traun und der NMS Doppl konnte die Projektidee der Abschlusskonferenz bereits einen Monat nach ihrem Entstehen, erfolgreich abgearbeitet werden. Dieses tolle Angebot der Eltern- und Jugendlichenberatung an einer entscheidenden Schnittstelle (Anm: Übergang nach Pflichtschulabschluss) leistet eine äußerst wichtige und praktische Hilfestellung – insbesondere bei der weiteren Berufs- und Bildungswegorientierung.“

                                 

Foto v.l.n.r.: Bruno Kamraner, AK Bezirkstellenleiter Linz-Land, Astrid Retschitzegger, MA, Direktorin NMS , Viktoria Haider, AMS Traun, Manfred Woldrich, AMS Traun – Service für Jugendliche

Peersprojekt ANDERS.MENSCH.SEIN

ANDERS.MENSCH.SEIN fördert eine Unternehmenskultur, in der Gleichstellung einen hohen Stellenwert hat, indem MultiplikatorInnen dafür auf Ebene der Lehrlinge ausgebildet werden. Eine moderne Unternehmenskultur sollte Vielfalt als Chance begreifen, Ungewohntes annehmen können und die damit verbundenen Chancen nutzbar machen.

ZIELGRUPPE

UNTERNEHMEN AUS OÖ, die eine Unternehmenskultur, die Gleichstellung ermöglicht, fördern wollen. LEHRLINGE vom 1.-3./4. Lehrjahr, die während der gesamten Peersausbildung im Unternehmen bleiben. Es können einzelne Lehrlinge unterschiedlicher Klein- und Mittelbetriebe zusammengefasst werden.

WO LIEGT DER NUTZEN FÜR DEN BETRIEB?

• Unterschiedliche Lebenswelten kennen lernen und besser für den Betrieb nutzen können

• Besseres Miteinander der MitarbeiterInnen durch mehr Offenheit gegenüber Unterschieden, dadurch wiederum effzientere Abläufe und weniger Konflikte im Betrieb

• Peer als VernetzerIn

• Innovation durch sichtbarmachen unterschiedlicher Lösungskompetenzen

• Nachhaltigkeit durch Einbeziehung der Lehrlingsbeauftragten bzw. wichtiger Ansprechpersonen der Lehrlinge

• MitarbeiterInnenbindung und dadurch Know-How – Verbleib im Betrieb (Fachkräftemangel)

• Positive Außensicht auf ihr Unternehmen

• Austausch mit anderen Firmen

Anmeldefrist für den nächsten Peersdurchgang läuft ab jetzt. Hier finden Sie alle Infos zur Anmeldung für 2019

 

 

Veranstaltungsrückschau: Smarte Jugend! Smarte Zukunft? Zwischen Hype und Hysterie

250 Personen aus sozialen Organisationen, Schulen und Betrieben folgten der Einladung der Jugendnetzwerke in die Arbeiterkammer Linz und diskutierten gemeinsam zum Thema „Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Digitalisierung“.

Digitale Kompetenzen werden in der Arbeitswelt vorausgesetzt und insbesondere schwächere Jugendliche, die bereits Schwierigkeiten bei der Aneignung von Basiskompetenzen wie Lesen, Schreiben, Rechnen haben, brauchen hier besondere Unterstützung. Die Bedienung eines Smartphones bedeutet noch lange nicht, digital kompetent zu sein. Jugendliche müssen insbesondere lernen, digitale Technologien bewusst und verantwortungsvoll zu nutzen.

Der Sozial- und Wirtschaftswissenschaftler und ehemals gelernter Tischler DDr. Nikolaus Dimmel von der Universität Salzburg beleuchtete bei der Konferenz die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Arbeitswelt und im Besonderen auf ausgrenzungsgefährdete Jugendliche. Er meint, dass die Automatisierung von Jobs eher in der Industrie und in wenigen, ausgewählten Branchen und Bereichen der mittleren Unternehmen stattfindet und diese Digitalisierungsentwicklungen bereits ein hohes Ausmaß an Ausschöpfung erreicht haben.

Dennoch gibt es Gewinner und Verlierer der Digitalisierung und ausgrenzungsgefährdete Jugendliche gehören definitiv zur zweiten Gruppe dazu. Dimmel betont, dass die Verteilung des Nutzens der Digitalisierung keine Technik- sondern eine Machtfrage sei. Die Digitalisierung verschiebt die Kräfte von der Arbeitnehmer- weiter zur Arbeitgeberseite hin. Um schwächere Jugendliche in die Arbeitswelt zu integrieren braucht es die entsprechende gesellschaftliche und öffentliche Verantwortung dahingehend, dass es viele Menschen gibt, die in ihrem Beruf lediglich einfache Tätigkeiten verrichten können und wollen. Ein inklusives Bildungssystem würde Benachteiligungen entgegenwirken und der Status einer Familie würde nicht mehr ausschlaggebend sein für (nicht) erreichte Bildungsabschlüsse.

Diese Ergebnisse wurden in Folge an fünfzehn Tischen diskutiert. An jedem Tisch entstand eine individuelle, konkrete Idee die dazu beitragen soll, ausgrenzungsgefährdete Jugendliche im digitalen Arbeitsweltwandel zu unterstützen.

Das Video des Vortrages von Prof. Nikolaus Dimmel finden Sie hier.

Projektideen:

Workshop Umgang mit digitalen Medien

Ankerpersonen-Projekt

Info Workshop Medienkompetenz

Wir teilen Wissen!

Schnuppern 4.0

Generationen Treff

Mentorsystem Leuchtturm

Wer bin ich offline?

Office 4 U – go4job!

Digitaler Infopool

Handyfreie Zone

AMS meets NMS

Begleitung – Mentor

Teillehre/Berufsausbildung attraktivieren

Open Space im Salzkammergut

Presseniederschlag:

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Bildergalerie:

Die Geschichte von der Geschichte und der Zukunft

von Martin Mahringer (Referent in der Arbeiterkammer Oberösterreich)

Die technischen Entwicklungen in der Arbeitswelt werden für viele Menschen eine Herausforderung darstellen. Besonders für jene jungen Menschen, die auf mehrfache Weise von Ausgrenzung gefährdet sind. Auch die Unternehmen stehen im Zeitalter des Internet of Things (IoT), die Einsätze von Roboter, Automaten und selbstkommunizierenden Maschinen, an einem Wegenetz vor Veränderungen. Doch bevor an dieser Stelle bereits zu weit vorgegriffen wird, soll ein kurzer Blick zurück die derzeitige Diskussion besser verständlich erscheinen lassen.

Vor gut 12.000 Jahren begann der Übergang des Menschen vom Jäger und Sammler hin zu Ackerbau und Viehzucht. In dieser Zeit machten sich die Menschen das Domestizieren der Tiere zu eigen und verwandelten so grundlegend ihren Lebensalltag. Danach stand die Landwirtschaft im Fokus der Menschen und sie nahmen sich Tiere, um die (Nahrungsmittel-)Produktivität zu steigern und die Transportwege zu erleichtern (vgl. Bauer 2013, S. 136 ff.). Der Anteil der Bevölkerung, welche im landwirtschaftlichen Sektor arbeitete, wuchs bis zum Zenit im Jahr 1810 auf 92% an (vgl. Dimmel 2017, S. 16). Durch die Entwicklung von wirtschaftlichen und zuverlässigen Erfindungen wie der Dampfmaschine und des mechanischen Webstuhls sowie begünstigt durch den Bau von Eisenbahnen begann in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts der Übergang von der Agrar- zur Industriegesellschaft.

1.0
In der sogenannten ersten industriellen Revolution wurden Arbeitstätigkeiten, welche zuvor noch von menschlicher und tierischer Muskelkraft abhängig waren, nach und nach von mechanischen Kräften abgelöst (vgl. Bauer 2013, S. 114). Kinderarbeit war zu dieser Zeit allgegenwärtig und von allen Seiten geduldet. Aufgrund von Armut hatten viele Familien keine andere Wahl als ihre eigenen Kinder zur Arbeit zu schicken. Ab dem 4. Lebensjahr galten sie als arbeitsfähig und wurden in Fabriken und Manufakturen eingesetzt. Besitzer von Fabriken und Unternehmer fanden „Müßigang“ schädlich für die Entwicklung der Kinder und nur die Arbeit sei nützlich, bildend und förderungswürdig. Der Staat griff aufgrund der allgemeinen Armut nicht ein. Regelmäßiger Unterricht fand verstärkt im Winter statt, da oftmals keine Zeit für den Unterricht blieb. Der durchschnittliche Arbeitstag dauerte bei den Kindern und Jugendlichen acht bis sechzehn Stunden. Spinnmädchen, die an mechanischen Webstühlen arbeiteten, kamen in der Woche sogar auf etwa 119 Stunden. Dies sind auf sieben Tage aufgerechnet 17 Arbeitsstunden pro Tag (vgl. Faderl, Hagemann und Rieger 2016, S. 8 ff.). Erst im Jahr 1842 wurde in Österreich die Maximalarbeitszeit für Neun- bis Zwölfjährige auf zehn Stunden Arbeitszeit beschränkt, bei den Zwölf- bis Sechzehnjährigen belief sie sich auf zwölf Stunden. Auf Kindermärkten, ähnlich wie Viehmärkten, wurden die Kinder als Arbeitskräfte den Unternehmern angeboten. Die Nachfrage nach billigen Arbeitskräften zur Unternehmensrentabilitätssteigerung war groß. Die Bedingungen waren aufgrund der langen Arbeitszeiten unter starkem Einfluss von Lärm, Staub und Dreck leidlich und unzulänglich. Freizeit gab es praktisch keine, da auch die Sonn- und Feiertage streng reguliert wurden (vgl. Czeike 2004, S. 501 f.). Die Not der Kinder war groß und nicht wenige Kinder verloren in Kohleschächten ihre eigene Kindheit und vielfach auch ihr Leben (vgl. Precht 2018, S. 17). Erst nach und nach kamen soziale Verbesserungen für die jungen Arbeitnehmer/-innen. In den 1840er-Jahren kam es zum ersten Arbeitsverbot für Kinder, verschärfte Bestimmungen in den folgenden Jahrzehnten schränkten die allgemeine Beschäftigung sowie die Nachtarbeit von Jugendlichen ein (vgl. Czeike 2004, S. 502).

2.0
Ende des 19. Jahrhunderts, beginnend in den 1870er und 1880er Jahren, läutete die Nutzung von Elektrizität als Antriebskraft die zweite industrielle Revolution ein. Basierend auf der Idee der wissenschaftlichen Betriebsführung nach Frederick Winslow Taylor entstanden neue Techniken der Fertigung wie die Fließbandarbeit nach Henry Ford (1913) und ermöglichten so die serielle Massenproduktion. Produktionsschritte wurden geteilt und in sich abgeschlossen. Neben der Textil-, Eisen- und Stahlproduktion sowie Bergbau kamen die Chemie- und Elektroindustrie als neue Leitsektoren hinzu. Durch die aufkommende Globalisierung wurde es den Unternehmen und Staaten möglich ihre Produkte einfacher und schneller interkontinental zu transportieren (vgl. Bauer 2013, S. 118 ff.; Daft et al 2010, S. 45). Junge Arbeitnehmer/-innen spielten immer noch eine wichtige Rolle für die kostengünstige Produktion in Fabriken und Maschinenhallen. Die aufkommenden Sozialgesetzgebungen brachten aber auch einen stärkeren Schutz der jungen Arbeiter/-innen und nach dem ersten Weltkrieg gab es erstmals einen nationalen Arbeitsschutz für die Kinder und Jugendlichen (vgl. Gesetz vom 19. Dezember 1918 über die Kinderarbeit). Die Bedingungen am Arbeitsplatz wurden sicherer und auch die Kinder, welche bei den Eltern beschäftigt waren, wurden gesetzlich geschützt (vgl. Faderl, Hagemann und Rieger 2016, S. 37). Nach dem zweiten Weltkrieg regelte ab 1948 das Kinder- und Jugendschutzgesetz (BGBl. Nr. 146/1948) die arbeitsrechtliche Situation der Kinder und Jugendlichen in Österreich, welches in den darauffolgenden Jahren immer wieder ergänzt und verbessert wurde (vgl. Czeike 2004, S. 502).

3.0
Die dritte industrielle Revolution begann in den 1960er und 1970er Jahren mit der Produktion von Halbleitern und dem Einsatz von Großrechnern sowie in späterer Folge von Personalcomputern und der Erfindung des Internets. Dies führte zu einer starken Rationalisierung und Automatisierung in der Produktion. Die menschliche Arbeitskraft rückte in der Reihenfertigung immer stärker in den Hintergrund und neue Formen der Arbeitskräftestruktur bildeten sich (vgl. Müller-Jentsch 2017, S. 80 ff.). Die Kinderarbeit in der früheren Ausprägung gab es in Österreich zu dieser Zeit nicht mehr. Jugendliche standen unter besonderen Schutz, welcher durch die Gesetzesreform des Kinder- und Jugendlichen-Beschäftigungsgesetz von 1987 wiederverlautbart (BGBl. Nr. 599/1987) und modernisiert wurde (vgl. Dirschmied und Nöstlinger 2002, S. 70 ff.).

4.0
Der Wandel in der Technologie und Industrie wird immer schnelllebiger. Dies zeigt sich auch in der Verkürzung der Revolutionszyklen. Nachdem der Abstand der bisherigen bekannten drei industriellen Revolutionen über die Landesgrenzen hinweg in etwa 100-150 Jahre betrug, kommt mit der Ankündigung eines neuen technologischen Zeitalters bereits ca. 50 Jahre nach der letzten die neue, sogenannte vierte industrielle Revolution. Von Staat, Medien und Industrie wird sie breitenwirksam avisiert. Bekannt durch die zu Beginn erwähnten 4.0-Begriffe, wird sie als „industriell-dreifaltige Vernetzung“ von Mensch, Maschine und Produkt mittels Internet in Echtzeit charakterisiert. Bei gleichzeitiger dezentraler Steuerung soll die Produktion weitaus schneller und flexibler werden. Nicht mehr die Menschen bestimmen über den Einsatz der Maschinen, sondern die Maschinen selbst wissen, welche Tätigkeiten zu bewerkstelligen sind (vgl. Krzywdzinski et al 2015, S. 6). Die Formulierung des Begriffs der Revolution im Zusammenhang mit den neuesten Entwicklungen im technologischen Bereich wird von verschiedenen Stellen kritisiert. Dabei wird argumentiert, dass die 4.0-Entwicklungen „Hype“ und „Märchen“ sind und als „Strategie der Verunsicherung“ dienen (siehe dazu Dimmel 2017, S. 15 f.) Es wird aufgrund von fehlenden tiefgreifenden Veränderung von gesamtgesellschaftlichen Verhältnissen und der Weiterentwicklung von bereits bestehenden (Daten- und Kommunikations-)Technologien auf eine Evolution anstatt einer Revolution verwiesen (siehe dazu Ahrens 2012, S. 30 f.). Dem Evolutionsgedanken widerspricht u.a. Precht sehr deutlich, indem er schreibt: „Die Digitalisierung ist nicht einfach eine weitere Effizienzsteigerung unseres Wirtschaftens auf einem bekannten Pfad. Es ist die größte Veränderung unseres Wirtschaftens seit zweihundertfünfzig Jahren! Es ist ein Lebens- und Wertewandel in welthistorischer Dimension.“ (2018, S. 40). Den einzigen Unterschied zu früheren Revolutionen sieht er in der Tatsache, dass kein neuer Tätigkeitsbereich entsteht, sondern der bereits bestehende effektiver wird (vgl. ebd., S. 29). Fakt ist, die 4.0-Begriffe sind in aller Munde und die technologischen Entwicklungen werden die Arbeitswelt in der Zukunft maßgeblich beeinflussen. Was vielerorts jedoch in der Technologiediskussion fehlt, ist der Glaube an eine Mitbestimmung der Veränderung. Die Gesellschaft steht an einem absoluten Wendepunkt, auf dem es wichtig ist, an die Chance des Gestaltens der Zukunft zu glauben (vgl. ebd., S. 11).

Im nächsten Schritt gilt es demnach zu klären, was sich genau hinter dieser (revolutionären) Idee der vierten industriellen Revolution verbirgt und welche Auswirkungen diese auf die menschliche Arbeitskraft am zukünftigen Arbeitsmarkt haben. Schlussendlich sollen die Chancen für die jungen Arbeitnehmer/-innen am zukünftigen Arbeitsmarkt analysiert werden. Dabei wird, wie zuvor bereits erwähnt, ein besonderes Augenmerk auf jene Jugendlichen gerichtet, die gesamtgesellschaftlich gesehen von sozialer und bildungspolitischer Ausgrenzung bedroht sind.

Den gesamten Artikel von Martin Mahringer lesen Sie in der nächsten Ausgabe des WISO-Magazins, welches im Oktober 2018 erscheinen wird.

Kontakt:
Martin Mahringer
Arbeiterkammer Oberösterreich
Abt. Bildung, Jugend und Kultur
Volksgartenstraße 40, 4020 Linz
mail: mahringer.m@akooe.at

Passend zu diesem Artikel findet am 29. Oktober 2018 die Abschlusskonferenz

„Smarte Jugend! Smarte Zukunft? Zwischen Hype & Hysterie“

der Veranstaltungsreihe „Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche im Zeitalter der Digitalisierung“ in der Arbeiterkammer Linz statt. Nähere Informationen sowie das Programm finden sich HIER.

 

Literaturverzeichnis:

Ahrens, Volker (2012): Inflation industrieller Revolutionen. In: Productivity Management (5/2012).

Bauer, Joachim (2013): Arbeit. Warum unser Glück von ihr abhängt und wie sie uns krank macht. 1. Aufl. München: Blessing.

Czeike, Felix (2004): Historisches Lexikon Wien. In 6 Bänden. Wien: Kremayr & Scheriau.

Daft, Richard L.; Kendrick, Martin; Vershinina, Natalia (2010): Management. Fort Worth, TX.: The Dryden Press.

Dimmel, Nikolaus (2017): Arbeit 4.0 – Ein Hype. In: Streifzüge – Maganzizierte Transformationslust (71).

Dirschmied, Karl; Nöstlinger, Walter (2002): Kinder- und Jugendlichenbeschäftigungsgesetz. Gesetze und Kommentare. Wien: ÖGB Verlag; ÖGB-Verl. (Gesetze und Kommentare, Nr. 12).

Faderl, Florian; Hagemann, Frauke; Rieger, Katja (2016): Sozialgeschichte. Hg. v. Stiftung Jugend und Bildung in Zusammenarbeit mit dem Bundesministerium für Arbeit und Soziales. Eduversum GmbH. Wiesbaden. Online verfügbar unter https://www.sozialpolitik.com/artikel/von-der-ausbeutung-zum-kinder-und-jugendschutz.

Krzywdzinski, Martin; Jürgens, Ulrich; Pfeiffer, Sabine (2015): Die vierte Revolution. Wandel der Produktionsarbeit im Digitalisierungszeitalter. In: WZB-Mitteilungen (149), S. 6–9. Online verfügbar unter http://fgw-nrw.de/fileadmin/user_upload/SP-Die_vierte_Revolution.pdf.

Müller-Jentsch, Walther (2017): Strukturwandel der industriellen Beziehungen. ‚Industrial citizenship‘ zwischen Markt und Regulierung. Wiesbaden: Springer VS (Studientexte zur Soziologie).

Precht, Richard David (2018): Jäger, Hirten, Kritiker. Eine Utopie für die digitale Gesellschaft. München: Goldmann.

wir.gestalten.arbeit – ein Projektbericht

wir.gestalten.arbeit – ein Projektbericht

Im Projekt „wir.gestalten.arbeit“ der katholischen Jugend Oberösterreich trafen 2015 und 2017 Lehrlinge und junge Erwachsene aus der Arbeitswelt auf junge PolitikerInnen und konnten sich mit ihren Ideen und Gedanken und Wünschen zu fairer und guter Arbeit direkt an sie wenden.

Das Projekt richtete sich an junge Menschen aus ganz Österreich (zwischen 15 und 25), die am Beginn ihres Erwerbslebens stehen. Martina Schmidthaler, Referentin der katholischen Jugend Oberösterreich dazu: „gerade der Einstieg in die Arbeitswelt zwingt viele Jugendliche rasant erwachsen zu werden und Verantwortungen zu übernehmen. „wir.gestalten.arbeit“ kann für sie eine Stütze sein auch auf die Entwicklung und Kommunikation ihrer Interessen und Bedürfnisse zu achten.“

Nach Workshopphasen in den Regionen, an denen über 300 Jugendliche teilnahmen, kamen am 06. April 2017 ca. 150 Jugendliche aus ganz Österreich in Wien zusammen, um die aus ihren Workshops entstandenen Ideen und Visionen zu bündeln und sich zu vernetzen. Der Höhepunkt und zugleich Abschluss des Projekts fand am 07. April, im Parlament statt. Hier trafen die Jugendlichen auf junge Politiker/-innen – Johannes Bachleitner (JUNOS), Asdin El Habbassi (ÖVP), Fiona Herzog (SJ), Eva Maria Himmelbauer (ÖVP), Katharina Kucharowits (SPÖ) und Julian Schmid (Grüne) – und hatten die einmalige Gelegenheit sich mit ihnen auf Augenhöhe über ihre Arbeitswelt und die damit verbundenen Ängste, Herausforderungen und Wünsche auszutauschen.

Zum Abschluss überreichten die Jugendlichen den anwesenden Politiker/-innen ein Graphic Recording, welches während der zwei Abschlusstage entstand. Darin ist der Prozess der beiden Tage kreativ abgebildet und die Forderungen und Vorschläge der Jugendlichen für einen guten Einstieg junger Menschen in den Arbeitsmarkt enthalten: Faire Arbeitszeiten, gute Entlohnung, Wertschätzung der Arbeit, Weiterbildungsmöglichkeiten, ein gesicherter Ausbildungsplatz, Team-Building-Maßnahmen und Gleichberechtigung zwischen männlichen und weiblichen ArbeitnehmerInnen.

(Martina Schmidthaler, katholische Jugend Oberösterreich)

Den Link zum Video gibt es HIER

Die Fortsetzung soll 2019 stattfinden, mit der Arbeiterkammer OÖ als möglichen Projektpartner von dieser wunderbaren Initiative zur aktiven Teilnahme an arbeitsmarkpolitischen Diskussionen!

Veranstaltungsrückschau: Tagung Jugend und Digitalisierung – Möglichkeiten und Herausforderungen der Zukunft

Rund 50 Personen aus sozialen Organisationen, Schulen und Betrieben diskutierten am 28. Juni über das Thema „Digitalisierung und Beschäftigungsperspektiven von (ausgrenzungsgefährdeten) Jugendlichen.

Im Mittelpunkt standen dabei die zukünftigen Entwicklungen am Arbeitsmarkt unter dem Fokus Industrie 4.0. sowie Beschäftigungsmöglichkeiten und Kompetenzanforderungen von Jugendlichen. Die zunehmende Digitalisierung und die Industrie 4.0, das Zeitalter der vernetzten Kommunikation zwischen Mensch und Maschine ist ein zentrales Kennzeichen unserer Zeit: 1990 beginnt die kommerzielle Phase des Internets, 1995 wird über Amazon das erste Buch online verkauft, 2007 revolutioniert I-Phone den Smartphone-Markt und 2009 erfolgte der Start von Whats App. Selbstfahrende Fahrzeuge, Robotik, Internet der Dinge und Crowdworking sind einige Schlagwörter dieser Zeit. Auch in der Arbeitswelt sind „intelligente“ Maschinen und Systeme auf dem Vormarsch. In manchen Berufsfeldern ersetzen sie bereits die menschliche Arbeitskraft. Zukünftig werden einfache Tätigkeiten zur Gänze wegfallen. Dadurch sind geringqualifizierte Personen und Hilfskräfte besonders gefährdet.

Insgesamt haben neun Prozent der österreichischen Beschäftigten (ca. 360.000 Personen), die Berufe als Hilfsarbeitskräfte am Bau oder in der Reinigung ausüben oder Maschinenbediener/-innen und Handwerk/-innen ein hohes Automatisierungsrisiko. Als besonders gefährdet gelten Berufe die sehr stark von Routinetätigkeiten geprägt sind, in denen kleinteilige Arbeit dominiert und in denen die standardisierte Verarbeitung von Daten eine große Rolle spielt.

Dennoch betont unser Referent, Christoph Tanzer, Bildungsexperte der AK NÖ, dass die Digitalisierung nicht nur Jobs vernichtet, sondern auch neue Arbeitsplätze schafft. Laut Wifo Beschäftigungsprognosen 2016-2023 für OÖ ist ein Wachstum an Arbeitskräften im Gesundheits- und Sozialwesen, Erziehung und Unterrichtsbereich sowie bei den technischen Fachkräften zu erwarten.

Was bedeutet dies für die berufliche Zukunft von (ausgrenzungsgefährdeten) Jugendlichen, für die Arbeitssuchenden von morgen? Der Zugang zu digitalen Medien ist allen Jugendlichen gewährleistet, digitale Grundkompetenzen sind vorhanden, dennoch ist ein Unterschied hinsichtlich der Nutzung von Medien erkennbar. Jugendliche mit niedriger formaler Bildung nutzen die Medien stärker unterhaltungsorientiert und passiv konsumierend. Bei Jugendlichen mit höherer Bildung steht die laufbahnbezogene, aktiv-produktive Nutzungsweise im Vordergrund. Es entsteht ein sogenannter „Digital Divide“ innerhalb der Jugend zwischen den Bildungsschichten.

Zukünftig sind am Arbeitsmarkt aber nicht nur digitale Kompetenzen erforderlich, die vernetzte Arbeitswelt erfordert weiterhin die Vernetzung untereinander – Kommunikations- und Kooperationstechniken, Planungs- und Organisationsfähigkeit – selbst organisiert arbeiten und sich weiterbilden sowie soziale Fähigkeiten, sind essentiell für die Jugendlichen um am „digitalisierten“ Arbeitsmarkt Fuß fassen zu können. Christoph Tanzer betonte mehrfach, dass ein digitaler Kompetenzerwerb bereits in der frühen Schullaufbahn stattfinden soll. Er appelliert an Lehrer/-innen und Vertrauenspersonen, sich verstärkt dafür zu interessieren, wie Jugendliche kommunizieren und was sie medial konsumieren. Schulen müssen zukünftig verstärkt digitale Medienkompetenz im digitalen Aufklärungsunterricht vermitteln. Die Schule spielt vor allem bei sozial benachteiligten Jugendlichen eine besonders wichtige Rolle bei der Vermittlung digitaler Kompetenzen – ohne ausreichende Medienkompetenz verstärken sich die Ungleichheiten. Zusätzlich ist aufgrund des oft dysfunktionalen, sozialen Systems bei sozial benachteiligten Jugendlichen, ein umfassendes Netzwerk mit sozialpädagogischer Familienhilfe und Fördereinrichtungen erforderlich um digitale Medien richtig nutzen zu können.

 Präsentation:

Tanzer_Jugend&Digitalisierung_Juni18_Teil1

Tanzer_Jugend&Digitalisierung_Juni18_Teil2

 

Pressebericht:

TIPS Gmunden

Das Video des Vortrages finden Sie hier.