AK Report berichtet über die Lehrausbildung bei Trumpf

In Oberösterreich ist der Fachkräftemangel in aller Munde. Die Bewerbungen, die in das Ausschreibungsprofil des jeweiligen Unternehmen passen sollen bleiben aus, oder die Personalisten/-innen kommen nur mit Müh und Not sowie umfassenden Marketingaktionen zu ihren Mitarbeitern/-innen und Lehrlingen. Die Jungen wollen nicht so ganz ins Schema passen und generell werden sie von Jahr zu Jahr schwächer, so der Tenor.
Gleichzeitig sind Unternehmen oft verunsichert, wenn sie mit Jugendlichen konfrontiert sind, die etwas mehr Zeit und Begleitung brauchen, damit sie sich gut als Fachkraft entwickeln können. Nicht so der Maschinenbaukapazunder aus Pasching, die Firma Trumpf Maschinen Austria GmbH + Co. KG. Sie ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit Offenheit und Engagement allen Jugendlichen eine Chance auf eine Berufsausbildung geben kann.
Gerald Ranzinger ist Ausbildungsleiter bei Trumpf, gemeinsam mit der Caritas Oberösterreich kooperiert er im „Projekt Industrie“ mit Wolfgang Hel, der vor Ort für die Lehrlinge da ist. Junge Menschen werden in diesem Projekt dabei begleitet, in einer Teilqualifizierung den Beruf der/s Metalltechniker/-in zu erlernen. Entwickeln sich die jungen Menschen gut, können sie natürlich jederzeit den normalen Lehrabschluss machen.

Im aktuellen AK-Report wurde aus diesem Grund die Lehrausbildung der Firma Trumpf vor den Vorhang geholt.
Artikel über Trumpf, Seite 2
Gesamter AK-Report

Bildung für Jugendliche und Erwachsene: AK Oberösterreich erweitert ihr Service- und Beratungsangebot

Bildungsberatung, Bildungsbonus, Ermäßigungen auf Kurse, Veranstaltungen, Workshops und vieles mehr – die Arbeiterkammer Oberösterreich war in Sachen Aus- und Weiterbildung schon bisher eine starke Partnerin für ihre Mitglieder. Im Rahmen des AK-Zukunftsprogramms, dem sich alle Arbeiterkammern bundesweit verschrieben haben, werden diese Aktivitäten nun noch verstärkt. Im Herbst startet eine Reihe neuer und erweiterter Bildungsangebote für Arbeitnehmer/-innen, Lehrlinge, Schüler/-innen und Maturanten/-innen in Oberösterreich.

„Wir wollen unsere Mitglieder und ihre Kinder auf dem Weg zu einer erfolgreichen Bildungs- und Berufslaufbahn tatkräftig unterstützen. Im Rahmen unseres Zukunftsprogramms investieren wir daher verstärkt in moderne, attraktive und altersgerechte Methoden“, so AK-Präsident Dr. Johann Kalliauer. Ein großer Schwerpunkt des AK-Bildungsangebots ist und bleibt die Berufsorientierung, denn die Frage „14, was nun?“ ist eine der entscheidendsten und auch schwierigsten im Leben. Die Berufswelt wird immer komplexer, ebenso die Palette an Ausbildungen. Welcher Beruf passt zu mir? Welche Ausbildungswege sind die geeignetsten auf dem Weg dorthin? Hier wird die AK verstärkt Hilfe anbieten.

Neben bereits etablierten Aktivitäten zur Berufsorientierung (z.B. Berufsorientierungsmappe „My Future“ für den Schulunterricht, Online-Berufsinteressentest, Lehrberufs-ABC) wurde eine neue App zur Berufsorientierung entwickelt. Zielgruppe: Jugendliche ab 13 Jahren. „Jopsy“ hilft spielerisch und unterhaltsam, die beruflichen Interessen der Jugendlichen herauszufinden und zeigt auch gleich die weiteren Schritte auf dem Weg zum Wunschberuf an. Neu im AK-Programm ist auch das Projekt „Discover Europe“. Es soll Lehrlingen ermöglichen, Exkursionen im In- und Ausland zu unternehmen. Mehr als 700 Jugendliche hat die AK in der Pilotphase bereits unterstützt: Jeder Lehrling bekam 25 Prozent der Exkursionskosten ersetzt. Dieses Angebot wird nun fix etabliert.

Auch für Jugendliche kurz vor der Matura gibt es Neues: Neben Infoveranstaltungen zu „Matura – was nun?“ und „Vorwissenschaftliche Arbeit & Diplomarbeit – wie geh ich‘s an?“ hält die AK zu diesen Themen auch Workshops für Schulklassen ab. Die AK-Onlinebibliothek bietet nun auch kostenlos Literatur zum Schreiben von Vorwissenschaftlichen Arbeiten und Diplomarbeiten an.

AK-Präsident Kalliauer: „Unser Bildungssystem schafft es immer noch nicht, die unterschiedlichen Effekte der sozialen Herkunft auszugleichen. Umso wichtiger ist es, Angebote zu schaffen, die Jugendlichen helfen, sehr früh schon die richtigen Wege einzuschlagen. Es braucht aber auch neue Angebote für Erwachsene, die sich weiterbilden wollen, denn durch die Digitalisierung ändern sich Berufsanforderungen quer durch alle Branchen massiv.“ Die Arbeiterkammer hilft, mit den neuen Entwicklungen Schritt zu halten: Die AK-Bildungsexperten/-innen beraten online, am Telefon und persönlich zu Möglichkeiten der Aus- und Weiterbildung. Und die AK unterstützt finanziell – u.a. mit dem AK-Bildungsbonus oder dem Reifeprüfungsbonus. Dazu gibt es kostenlose Coachings zur Neuorientierung sowie, exklusiv für AK-Mitglieder, die AK-Potenzialanalyse – ein psychologisches Testverfahren samt Auswertungsgespräch. Die erfolgreiche Bildungsmesse für Erwachsene „WEITER mit BILDUNG“ tourt weiter durch die Bezirke und findet diesen Herbst in der AK Wels und in der AK Schärding statt.

Im Internet verstärkt die AK Oberösterreich ihr Service: Eine ganze Palette an nützlichen Angeboten zu Aus- und Weiterbildung stehen auch online zur Verfügung: Neben der neuen App „Jopsy“ sind das noch der Berufsinteressentest, der Stipendien- und Schulbeihilfenrechner, das Lehrberufs-ABC, die AK-Onlinebibliothek und viele mehr.

Informationen zu allen Angeboten der AK Oberösterreich in Sachen Aus- und Weiterbildung finden Sie auf ooe.arbeiterkammer.at/bildung . Infos und Auskünfte gibt es am AK-Bildungstelefon unter +43 (0)50/6906-1601 und per Mail an bildungsinfo@akooe.at .

Detailliertere Informationen zu den Inhalten dieser Aussendung finden Sie hier.

Presseniederschläge:
NVB
Kronen Zeitung
OÖN
Österreich

Checkpoint Days bei Homerun, 14.-16. Okt.

CheckPointDays bei HomeRun – Eine Chance auf einen Lehrplatz
14. bis 16. Oktober 2019

Jugendliche und junger Erwachsene mit folgenden Voraussetzungen können sich ab sofort bis 30. 09. 2019 für ein Erstgespräch anmelden:

  • 15 – 23 Jahre
  • Wohnort in Oberösterreich
  • Pflichtschulabschluss
  • Körperliche, intellektuelle, psychische Einschränkung, Sinnes-Behinderung, Lernschwäche, soziale Vermittlungshemnisse (zB: Fremdunterbringung, Familienbegleitung durch Behörden, belastende Lebenssituation,…)

Terminvereinbarung für ein Erstgespräch bei euch oder bei HomeRun unter 07252/41814.

Für Fragen steht HomeRun gerne zur Verfügung.

Nähere Informationen findest du hier.

Jopsy – Die App zur Berufsorientierung der Arbeiterkammer

Die Arbeiterkammer Oberösterreich hat eine App Namens „Jopsy“ entwickelt, in der sich Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren mit ihren beruflichen Interessen auseinandersetzen können. Es handelt sich dabei um einen einfa chen, bildbasierten Berufsorientierungstest, der auf einer wissenschaftlichen Basis entwickelt worden ist.

Im Anhang finden Sie detailliertere Informationen zu „Jopsy“.

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie die App mit ihren Jugendlichen ausprobieren, die Informationen dazu weitergeben und vor allem auch über Ihr Feedback zur App. Unter folgenden Links können Sie die App downloaden:

 

 

Bei Fragen und für Anregungen steht Ihnen das Team Jugendnetzwerke sehr gerne zur Verfügung unter jugendnetzwerke@akooe.at oder 050/6906 2449.

Detaillierte Informationen zu Jopsy finden Sie hier.

AK-Förderprogramm für Studierende: Thema „Lokale Interessensnetzwerke“

Im Rahmen des Förderprogramms der Arbeiterkammer Oberösterreich für Studierende wurde nun zum Thema „Lokale Interessensnetzwerke“ eine Arbeit ausgeschrieben. Diplom- sowie Masterarbeiten werden darin mit maximal € 1.100,- Förderung unterstützt.
Die Ausschreibung finden Sie unter folgendem Link. Sehr gerne kann die Information an Interessierte weitergeleitet werden.

Für nähere Auskünfte steht Ihnen Sanela Hadaier unter hadaier.s@akooe.at oder 050/6906 2451 sehr gerne zur Verfügung.

Angebote der Arbeiterkammer OÖ für Jugendliche

 

Rechtsberatung der Arbeiterkammer Oberösterreich

  • Arbeitsrechtliche Beratungen und Informationen
  • Beratung und Information zum Thema Konsumentenschutz
  • Beratung und Information hinsichtlich des Insolvenz-Rechtsschutzes
  • Lohnsteuerberatung

Infos unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/index.html

 

Beratung rund um die Lehrausbildung

  • Information und Beratung rund um die Lehrausbildung und Lehrlingsschutz
  • Information zu Lehrberufen (Lehrlings-ABC)
  • uvm.

Infos unter https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/arbeitundrecht/lehre/index.html

 

Bildung und Weiterbildung

  • Information und Beratung rund um Bildung und Weiterbildung
  • Persönliche Bildungsberatung

Infos unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/bildung/index.html

 

Workshopzentrum „Dialog“

  • Workshops für Schulklassen zu Fragen rund um Arbeit, Gesellschaft, Medien und Konsum

Infos unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/service/workshopzentrumdialog/index.html

 

Jugendnetzwerk der AKOÖ

  • Netzwerk regionalpolitisch Verantwortlicher in allen Regionen Oberösterreich, das die Chancen für schwächere, ausgrenzungsgefährdete Jugendliche erhöhen will, in der Arbeitswelt Fuß zu fassen.
  • Regelmäßige Dialoge zwischen Institutionen, Unterstützungsangeboten für Jugendliche, Schulen und Betrieben zur Bearbeitung brennender Themen.
  • Regelmäßige Tagungen und Konferenzen.

Infos unter: https://www.jugendnetzwerk-ooe.at/

 

Startpaket Wohnen

  • Junge AK-Mitglieder bekommen für ihre erste Wohnung einen kostenlosen Wohnkredit bis zu € 10.000,-.

Infos unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/wohnen/startpaketwohnen/AK_Startpaket_Wohnen.html

 

Beruf und Familie

  • Informationen und Beratung zu Familienbeihilfe, Schwangerschaft und Wiedereinstieg.

Infos unter: https://ooe.arbeiterkammer.at/beratung/berufundfamilie/index.html

 

 

Jugendnetzwerkpartner im Fokus: Die Produktionsschule Steyr stellt sich vor

Michelle wird bald 18 und ist gerne draußen. Sie möchte daher gerne einmal Gärtnerin bzw. Floristin werden. Fabian ist schon volljährig und sieht seine berufliche Zukunft in einem Elektrofachmarkt. Beide sind Teilnehmer/-innen der Produktionsschule Steyr und berichten perfekt vorbereitet über die einzelnen Werkstätten, in denen sie sich ausprobieren dürfen und für die Berufswelt „draußen“ vorbereitet werden. Oft ist es sogar umgekehrt, unterschiedliche Firmen von „draußen“ lassen Produkte in der Produktionsschule fertigen. Manchmal kommen darüber hinaus Firmenchefs und arbeiten mit den Jugendlichen zwei Tage lang Hand in Hand. Davon profitieren beide Seiten.

Zu entdecken gibt es in den Werkstätten einiges: Vom Kleiderschrank den sich die Gattin eines Firmeneigentümers fertigen lassen hat, bis hin zur Feuerschale in der Optik eines Minion. Produziert werden von Hand genauso kleinere Dekorations- und Haushaltsartikel. Der Trainer der Metallwerkstatt schafft zwar lieber große Dinge, erklärt sich aber da und dort bereit, Osternester aus Metall zu fertigen.

Von der Decke des Speisesaals hängen an einem Ast bunt bemalte Ostereier und auf den schön gedeckten Tischen findet man die Tageskarte. Jene wird von den Jugendlichen selbst gestaltet und ist ein echter Hingucker. Hier kochen die Jugendlichen für externe Gäste und die internen Teilnehmer/-innen und Trainer/-innen auf. Sogar ein Cateringdienst wird angeboten. Die EDV-Werkstatt stellt ein eigenes „Management“: Die Jugendlichen dort haben z.B. die Aufgabe, die Stempelkarten der Teilnehmer/-innen im Blick zu haben oder wissen ganz genau, wann wer den Kurs verlässt oder Geburtstag hat. Dann werden nämlich Glückwünsche in Form einer persönliche Karte überreicht.

Die Jugendlichen haben hier die Möglichkeit und Zeit nachzureifen sowie Menschen, die sie stärken und dabei unterstützen, ihre Fähigkeiten auszuloten.

Nähere Informationen zur Produktionsschule findet man hier.

Weiter Eindrücke gibt es auf Youtube unter: https://youtu.be/sKDh4_-NY3A.

Projekt „Chancengleichheit für die digitale Zukunft“

„Chancengleichheit für die digitale Zukunft? Zur Entwicklung von Medienkompetenz bei sozial benachteiligten Jugendlichen“: Die Jugendnetzwerke der AK OÖ sind Partnerin dieses relevanten Forschungsprojektes der FH OÖ

 

Die Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ beschäftigten sich im vergangenen Jahr intensiv mit dem Thema „Ausgrenzungsgefährdete Jugendliche und Digitalisierung“. Vier regionale Veranstaltungen und eine Konferenz mit rund 250 Besucher/-innen zeigten einerseits die Relevanz und Brisanz dieser Auseinandersetzung. Im Laufe der Veranstaltungen zeichnete sich deutlich das Bild ab, dass digitale Kompetenzen junger Menschen nicht unabhängig von der sozialen Herkunft betrachtet werden können und diese Gegebenheit ausgrenzungsgefährdete Jugendliche in ihrer Rolle weiter verfestigt.
Einerseits können Unterschiede in der digitalen Kompetenz im privaten Terrain festgestellt werden. Digitale Medien müssen über die Handhabung hinaus kritisch genutzt werden. Ob ein Jugendlicher demnach in der Lage ist, Informationen im Internet zu beurteilen und ein junges Mädchen oder ein Junge die weitreichenden Konsequenzen im Auge haben, die es nach sich trägt, wenn Informationen online geteilt werden, ist eine Frage nach digitalen Medienkompetenzen. Auf der anderen Seite sind Internetkompetenzen im beruflichen Leben mittlerweile Voraussetzung. Der Erwerb dieses Wissen und die Auseinandersetzung mit digitalen Themen spaltet sich jedoch bereits mit der familiären Sozialisation. Kinder aus Familien mit niedrigem sozioökonomischen Status weisen vergleichsweise schwächere Internetkompetenzen auf als jene aus besser gestellten Familien und werden so weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt. Unklar ist jedoch, warum das so ist.

Das Forschungsprojekt der FH OÖ widmet sich nun genau dieser Fragestellung und beschäftigen sich damit, wie sozial benachteiligte junge Menschen im Zuge des Aufwachsens Medienkompetenzen entwickeln und mit welchen Herausforderungen sie konfrontiert sind.

 

Unsere Jugendnetzwerkpartner/-innen werden die Möglichkeit haben, einen Workshop zum Thema „Medienkompetenz“ zu besuchen.
Die Einladung dazu folgt demnächst.

 

Das Projekt wird durch die FH OÖ Studienbetriebs GmbH geleitet:

Standort Hagenberg
Studiengang Kommunikation, Wissen, Medien
Fakultät für Informatik, Kommunikation und Medien
Projektleiterin Christina Ortner, Key Researcherin Tanja Jadin und Researcherin Katharina Maierl

Standort Linz
Studiengang Soziale Arbeit
FH OÖ Fakultät für Medizintechnik und Angewandte Sozialwissenschaften
Projektleiterin Dagmar Strohmeier und Senior Researcherin Petra Gradinger

Folgende Projektpartnerinnen und -partner sind in das Projekt involviert:
Jugendnetzwerke der AK OÖ: Teamleiterin Daniela Stadler und Sanela Hadaier
Education Group GmbH: Abteilungsleiterin für Medienpädagogik Elisabeth Herndl
RECC, Leiter für Informatik und Digitale Medien: Michael Peter Atzwanger und Thomas Damberger

Berufsorientierung verhindert Bildungsabbruch

Eine Studie der Arbeiterkammer Wien belegt, dass knapp 300.000 Personen unter 35 Jahren ihre erste weiterführende Ausbildung abgebrochen haben. Nur gut die Hälfte aller Bildungsabbrecher/-innen sind zwei Jahre nach dem Abbruch erwerbstätig. Die restlichen jungen Menschen arbeiten zumeist als Hilfskräfte oder sind arbeitslos (rund 180.000). Besonders betroffen vom Bildungsabbruch sind junge Mütter, die mangels Berufstätigkeit keinen Anspruch auf einen Kindergartenplatz sowie Lehrabbrecher/-innen. Meistens ist ein Bildungsabbruch durch mangelnde Unterstützung in der Familie bedingt sowie den Umstand, dass sich in Österreich Jugendliche bereits mit 14 Jahren für ihren weiteren Bildungsweg entscheiden müssen. Der Ausbau individueller Beratungsangebote kann das Risiko von Bildungsabbrüchen reduzieren.
Den Beitrag der Arbeiterkammer Wien können Sie unter folgendem Link nachlesen, einen Beitrag zum Thema finden Sie auch unter news.ORF.at.

Veranstaltungsrückschau: Tagungen „Digitalisierung und Sucht“ in Freistadt am 21.11.2017 und „Digitalisierung und Werte“ am 29.11.2017 in Grieskirchen

In der Arbeiterkammer Freistadt beleuchteten die Teilnehmer/-innen am 21. November 2017 dabei den Themenschwerpunkt „Digitalisierung und Sucht“, in Grieskirchen stand am 29. November 2017 das Thema „Digitalisierung und Werte“ im Mittelpunkt. Die Digitalisierung bringt rasante Entwicklungen mit sich, verändert die Kommunikation und das Leben jeder/s Einzelnen. Insbesondere für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bringt die digitale Welt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen. Es muss gut darauf geachtet werden, dass gerade schwächere Jugendliche in diesem schnellen digitalen Wandel nicht auf der Strecke bleiben und gut in die Arbeitswelt integriert werden.

In der Arbeiterkammer Freistadt hielt der bekannte Primar Dr. Kurosch Yazdi, Vorstand der Klinik für Psychiatrie mit Schwerpunkt Suchtmedizin des Kepler Universitätsklinikums, Neuromed Campus Linz einen Input zum Thema „Internet, Handy & Co.: vom normalen Gebrauch zur Sucht – Gefahren der Digitalisierung bei jungen Menschen“:

 

Sehr rege fand im Anschluss des Inputs die Diskussion in Kleingruppen statt: Viele haben bereits die Erfahrung gemacht, dass Jugendliche nicht mehr persönlich miteinander sprechen und sich hinter ihren Smartphones verschanzen. Die Internet, Smartphone und die Internetspielsucht zeichnen Entwicklungen, die nicht zu unterschätzen sind. Süchtige Jugendliche, die mehrere Stunden täglich mit Internetspielen verbringen, vernachlässigen oft andere Pflichten, unter Anderem auch einem Bildungsabschluss nachzugehen. Dr. Yazdi hielt unterdessen fest, dass psychische Beeinträchtigungen bei Jugendlichen immer häufiger festzustellen sind. Stabile Beziehungen und persönliche Interaktion schützen oft vor Süchten.

 

Eine Woche später hielt in Grieskirchen Gerald Koller vom Forum Lebensqualität einen Input zum Thema „Werte für die Zukunft – Vom IQ zum WeQ“:

Globalisierung und Digitalisierung bringen in allen Lebensbereichen Umbrüche mit sich, umso wichtiger ist dabei eine Neuorientierung und die Diskussion vorhandener Werte und die Möglichkeit, neue Wege einzuschlagen. Gerald Koller sieht für die Zukunft folgende Entwicklungen: Beziehungen und Gemeinschaft werden wieder mehr an Bedeutung gewinnen. Für die Arbeitswelt bedeutet das, dass gut funktionierende Teams Einzelkämpfer/-innen ersetzen werden. Firmen, die schwächere Jugendliche einstellen, können auf diese Karte setzen. Im Jugendnetzwerk Oberösterreich gibt es einige gute Beispiele, in denen Lehrausbildner/-innen „schwächere“ Jugendliche mit solchen zusammen spannen, die gute Noten und Leistungen erbringen. Sehr schnell wiegen sich die Unterschiede zwischen den beiden Gruppen auf. Einen Beitrag der Presse über die Veranstaltung finden Sie in der Rundschau Grieskirchen sowie in den Tips Grieskirchen

Die Jugendnetzwerke Oberösterreich vernetzen nicht nur Akteure/-innen am Übergang von der Schule in die Arbeitswelt mit dem Ziel, dass so mehr ausgrenzungsgefährdete Jugendliche in die Arbeitswelt integrierten werden.

Wir multiplizieren Ideen, subtrahieren Herausforderungen und addieren gute Beispiele und Erfolge. Soziale Innovationen müssen weiter getragen werden, damit auch andere sie übernehmen können. Dieses Ziel verfolgt das Team Jugendnetzwerk permanent.