Arbeiten in NPOs – Idealismus trifft auf Realität

Helfende Hand für jemanden der es braucht
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In Österreich sind neben dem Arbeitsmarktservice (AMS) unzählige Non-Profit-Organisationen (NPO) zuständig die sich mit der Integration in den Arbeitsmarkt befassen. In den vergangenen Jahrzehnten hat sich jedoch ein stetig steigender Effizienzdruck in diese Organisationen eingeschlichen. Dabei  sind gerade die ArbeitnehmerInnen, die für diese Integration am Arbeitsmarkt zuständig sind, oftmals selbst von unsicheren Beschäftigungsverhältnissen betroffen.

NPOs entstanden oftmals auf dem Prinzip der Basisdemokratie, müssen aber ihre Wurzeln oftmals hinter sich zu lassen um eine Finanzierung und den damit einhergehenden Fortbestand zu sicher. Arbeiten in NPOs ist von der immer stärker werdenden Ökonomisierung des Sozialbereichs geprägt. Das führt dazu, dass deren Mitarbeiter mit einem auf ihre Arbeit negativ auswirkenden Spannungsverhältnis zu kämpfen haben.

Die Arbeit in den NPOs ist meist von Idealismus geprägt. Dieser Idealismus trifft dann aber oft auf das harte Pflaster der Realität. Auf der einen Seite will man seinen Mitmenschen helfen, auf der anderen Seite unterliegen die Mitarbeiter einem strengen Effizienzkriterienkatalog.  Mit diesen Kriterien wird die Arbeit bewertet und die Förderungen damit gerechtfertigt. Dabei sind diese Förderungen oftmals nur auf ein Jahr beschränkt. Die subjektiven Perspektiven von NPO-MitarbeiterInnen zeigen, dass eines der wichtigsten Motive für ihre Tätigkeit der Wunsch ist der Gesellschaft etwas zurückgeben zu wollen.

Die Anpassung der Organisationsstrukturen bringt eine Bürokratisierung mit sich, die oftmals kontraproduktiv zur eigentlichen Arbeit wirkt. Es stellt sich die Frage, wie man die Ökonomisierung des Sozialbereichs rechtfertigen kann. Mitarbeiter von NPOs stehen unter dem ständigen Druck Vermittlungsquoten erfüllen zu müssen, stehen dabei aber selbst immer einer ungewissen Zukunft gegenüber, da sie auf Förderungen angewiesen sind.

Die Langfassung des Textes von Laura Vogel ist auf der Seite des A&W Blog zu finden.