Veranstaltungsrückschau: Tagung „DIGITALISIERUNG UND MEDIENKOMPETENZ in der Musikschule Altheim

 

(Un)Soziale Netzwerke vs. Medienkompetenz – zwischen Selbstdarstellung und Fremdwahrnehmung?“ am 15. März 2018

Mehr als 70 Menschen, darunter 20 Teilnehmer/-innen aus oberösterreichischen Produktionsschulen sind der Einladung der Jugendnetzwerke der Arbeiterkammer OÖ gefolgt und haben in der Musikschule Altheim das drängende Thema der Medienkompetenz von Jugendlichen diskutiert.

Die Digitalisierung bringt rasante Entwicklungen mit sich, verändert die Kommunikation und das Leben jeder/s Einzelnen. Insbesondere für ausgrenzungsgefährdete Jugendliche bringt die digitale Welt nicht nur Möglichkeiten, sondern auch Herausforderungen mit sich. Jungen Menschen ist ihr Auftritt und Image in den sozialen Netzwerken immer wichtiger. Häufig vergessen sie dabei, dass sich das Internet alles merkt und Fotos aber auch personenbezogene Daten nicht mehr zu löschen sind. Das Preisgeben von persönlichen Daten geht häufig mit einem Missbrauch und Handel mit jenen einher. Umso wichtiger ist eine profunde Medienkompetenz bei Jugendlichen und auch Erwachsenen. Medienkompetenz ist ebenso ein Schlüsselfaktor, wenn es um den Eintritt Jugendlicher in die Arbeitswelt geht. Was aber sind diese „wichtigen Kompetenzen“ und wie kann man sie erwerben? Nur ein Auszug der Fragen die im Rahmen der Tagung von unseren Expertinnen Frau Tanja Jadin, Professorin für E-Learning an der FH OÖ und Frau Regina Edthaler, Koordinatorin von SaferInternet OÖ beantwortet wurden.

2016 besaßen 40 Prozent der drei bis zehn Jährigen ein eigenes Handy, hingegen dies im Jahr 2007 nur bei 15 Prozent der gleichen Altersgruppe der Fall war. Folglich wird jungen Menschen und bereits Kindern automatisch Medienkompetenz zugesprochen. Aber nur selten ist dies wirklich der Fall. „Always on“ wird das Phänomen bezeichnet immer und überall vernetzt und Zugriff auf unterschiedlichste Angebote zu haben. Dies bietet gewiss viele Chancen, birgt aber auch zahlreiche Risiken. Daher ist es umso wichtiger Bewusstsein und Sensibilität zu schaffen, dass man eben nicht allen Informationen Glauben schenken darf und „Fake News“ auf der Tagesordnung stehen. Je älter die Jugendlichen desto öfter haben sie die Erfahrung gemacht, dass jemand falsche oder beleidigende Aussagen im Internet verbreitet. Dies bestätigen laut JIM-Studie (2016) 25 Prozent der 18 bis 19 Jährigen.

Unsere beiden Expertinnen, Tanja Jadin und Regina Edthaler, betonen mehrfach die Wichtigkeit dieses gegenwärtigen Themas und appellieren an alle Eltern, Lehrer, Vertrauenspersonen, Coaches, etc. dass sie sich dafür interessieren wie Jugendliche kommunizieren und vor allem was diese konsumieren, ohne jedoch die Mediennutzung zu bewerten. Schulen müssen zukünftig verstärkt digitale Medienkompetenz, welche Mediennutzung, -gestaltung, -kritik und –kunde beinhaltet, vermitteln – da dies essentiell für individuelle und gesellschaftliche Handlungsfähigkeit vor allem bei benachteiligten Jugendlichen ist.

Präsentationen

AKOOE_Medienkompetenz_2018

edthaler_safer internet

Die Videos der Vorträge finden Sie hier.

Presseberichte:

„Tips“: TIPS_Schärding vom  04_04_2018

„Rundschau“: Rundschau vom 31_05_2018